Mit Suse von der Dreambox aufnehmen

  • Hallo.
    Ich benutze jetzt seit einigen Monaten Suse 10.1
    Jetzt möchte ich gerne meine Dreambox in mein System mit einbinden.
    Leider habe ich keine Ahnung, wie ich das mit dem NFS oder Samba-Server richtig einstelle.
    Ich weiss zwar, wie ich die einzelnen Server anschalte, aber ich habe noch nicht so ganz herausgefunden, wie ich die Einstellungen zur Dreambox richtig hinbekomme.
    Habt ihr ein paar Tipps für mich? Danke

  • zunächst: du solltest dich für NFS oder Samba entscheiden und meine Vorliebe liegt eindeutig bei NFS, es ist die klassische UNIX Methode, Dateien im Netzwerk zu teilen. Was ich nun beschreibe, gilt entsprechend auch für Samba, womit ich mich aber gar nicht auskenne.


    Bei NFS gibt es einen Server, der den Dienst zur Verfügung stellt. Der Server läuft in der Regel dort, wo auch die Hardware liegt, die anderen zugänglich gemacht werden soll. Dieser Server muss entsprechend konfiguriert sein, um anderen Zugriffe mit bestimmten Rechten zu erlauben. Dazu gibt es in der UNIX Welt fast immer Dateien, die diese Konfiguration in einfachem, lesbaren Text bereit stellen. In der Dreambox ist dies grundsätzlich nicht anders, nur dass die Dokumentation ein wenig spärlich ausfällt.
    Es gibt heute schon IMGs mit integrierten NFS-Servern. Diese haben normalerweise ebenfalls irgendwo eine Konfigurationsdatei, oder nehmen vielleicht Einstellungen mittels Menü und Fernbedienung vor. Wie auch immer, musst du dafür sorgen, auf der Box einen solchen Server zum Laufen zu bekommen und die Dateien (Verzeichnisse), welche du anderen zur Verfügung stellen willst, zu exportieren. Ich vermute, dass normalerweise /hdd/movie exportiert wird, weil dort die Filme erwartet werden (DB7000).
    Auf der anderen Seite brauchst du einen Client. Ein Server kann auch gleichzeitig ein Client sein. Du kannst sogar eine Freigabe lokal wieder einbinden und mounten. Die Client SW ist in der Regel installiert und aktiviert, bei manchen Systemen muss dies aber erst noch durch den User ganz bewusst geschehen. Dann genügt meist ein Eintrag in einer der Start-Dateien, wie /etc/rc.conf, um die Dienste beim Booten auch automatisch zu starten. SUSE stellt in YAST eine Möglichkeit dar, all diese Dinge mit einer grafischen Oberfläche einzurichten und NFS-Server zu starten.
    Der Client, auf der Box läuft der in der Regel immer, kann eine Freigabe sehr einfach mounten, das heißt, dem entfernten Verzeichnis einen Eintrag im lokalen Verzeichnisbaum zuweisen, unter dem es dann sichtbar wird. Damit nicht bereits bestehende und möglicherweise vorbelegte Verzeichnisse unvorsichtigerweise benutzt werden, empfielt sich zunächst mit mkdir neue zu erstellen. mkdir test etwa, legt ein Verzeichnis Namens test an der Stelle an, wo du gerade im Dateibaum bist, mkdir /test legt ein solches direkt unter der Wurzel des Verzeichnisbaumes an. mount -t nfs IP.der.Freigabe:/pfad/zur/Freigabe /pfad/zu/mountpoint hängt eine entfernte Freigabe ein, umount /pfad/zu/mountpoint hängt sie wieder aus. In YAST hast du wiederum die Möglichkeit, dies grafisch unterstützt durchzuführen.
    Am einfachsten versuchst du mal ein wenig damit zu spielen. Die SUSE Hilfe gibt einige Informationen.

    In meinen Beiträgen gehe ich grundsätzlich davon aus, dass ein unixoides Betriebssystem genutzt wird und alles, was ich zur Funktion von Boxen sage, bezieht sich stets auf die DM 7000 und gibt nur meinen derzeitigen Wissenstand wieder!

  • Gute Info , pit234a :) !


    Zu beachten ist zusätzlich, das der nfs-mount im Suse über einen
    auto-mounter gemacht wird, sonst kein Spaß :O ; da bei nicht vorhandenem share ewig gewartet wird (glaube 9999 Sekunden).


    Beim "normalen" Linux werden NFS-Freigaben in der Datei "/etc/exports" eingestellt (wer welche Rechte auf was hat).
    Zuzsätzlich muss der nfs-server laufen.
    Keine Ahnung, wie das bei der DM5620S ist.


    mfG X-Men2

    MfG X-Men2
    Wer nicht die richtigen Fragen stellt, bekommt nicht die richtigen Antworten.

    Edited 3 times, last by X-Men2 ().

  • Die Erklaerung ueber NFS vom pit234a war sehr gut.


    Aber da Du eine 56xx hast, kann ich nur aus eigene Erfahrung CIFS ueber Samba empfehlen. CIFS scheint besser mit dem schwachen Netzwerk der 56xx und 500 um gehen zukoennen. Allerdings ist dabei zu achten, dass die "soft" option beim mounten ausgeschalten ist.


    Die Konfiguration der Sambaserver ist geringfuegig umstaendlicher als beim NFS, aber es lohnt sich 100%ig. Man findet ueberall im Netz Anleitung zur Einrichtung und sind wahrscheinlich viel besser ich sie Dir schreiben kann.


    HTH

    johnbock


    13.0/19.2
    NFS/QNAP TS-219P/debian - lenny
    NFS/eSATA SheevaPlug/emdebian (ubifs) - squeeze

  • die Freigaben sind unter SUSE ganz einfach:


    zuerst installierst du mit Yast die entsprechenden Pakete, also
    nfs-server oder Samba wenn dein Rechner als File-Server fungieren soll


    Konqueror öffnen und freizugebenden Ordner mit rechter Maustaste klicken
    - im Kontextmenü Freigabe anklicken


    da kannst du dann sowohl eine NFS als auch eine Samba-Freigabe für den Ordner einrichten(Freigabe-Namen, Benutzer, Rechner, Schreibrechte...)

  • Danke für eure ausführlichen und sehr hilfreichen Antworten. Ich habe es hinbekommen!
    Ich bin grade ein wenig verwundert, weil ich eigentlich schon 2 Antworten geschrieben habe, aber diese jetzt vom Erdboden Verschwunden sind.
    Hoffentlich bleibt die Antwort jetzt bestehen :)