Backup von NAS-Inhalten auf externer Hardware und vorhalten von Dateiversionsverläufen

  • Bevor ich mir zu viele falsche Gedanken mache, brauche ich ein paar Hinweise, ob ein Backup von Teilen des NAS (Nutzerdateien) auf ein PC-Laufwerk mit einem Synology Backup Programm funktioniert oder die Synology-Lösungen alle auf andere NAS, bzw Cloudspeicher verweisen. Cloudlösungen möchte ich eher noch nicht nutzen, da mein Upload mit 10MBit etwas dünn ist.


    Mir schwebt folgendes Szenario vor:

    • Nutzer speichern ihre Daten auf dem NAS
    • Ältere Dateiversionen werden ebenfalls auf dem NAS gespeichert.
    • Windows Systemabbilder werden auf dem NAS gespeichert
    • Im Falle eines Totalschadens am NAS vorhalten wichtiger Daten als Backup auf einem WinPC im heimischen Netzwerk.


    Eigentlich nichts Besonderes, aber ich möchte gerne die Synology-Lösungen sowie die Windows-Möglichkeiten nutzen und auf eine Cloudlösung im Internet verzichten. Außerdem möchte ich später kein Lehrgeld bezahlen wenn ich die Dateien wiederherstellen muss.


    Skripte oder Konsolenbefehle lehne ich als Mausschubser ab, da mir die Materie zu unbekannt ist.

    Als NAS wird eine Synology DS1520+ genutzt.

    Gruß
    Kaiser


    GP4.1
    Skin: Zombi-Shadow-FHD

  • Ich war mit "Hyper Backup" vom Synology nicht zufrieden. Du kannst damit aber schon auf ein Netzlaufwerk, oder USB Platte sichern.

    Was mich persönlich daran störte, ist das es ätzend langsam war, und wenn das NAS in Rauch aufgehen sollte, ich nur sehr schwer an die Daten vom Backup komme. (Gibt wohl eine PC Software (Hyper Backup Explorer) um es aus zu lesen, habe ich aber nie ausprobiert.)

    Ich sichere mein NAS auf eine USB Platte die am NAS hängt, und nur dafür in Betrieb genommen wird.

    Da ich aber mein Backup lieber direkt lesbar auf einer ext4 Formatierten Platte haben möchte und ich keiner Versionierung brauche, mach ich das nun jeweils einfach von Hand mit FreeFileSync vom PC aus.

    Die Daten gehen dabei aber direkt vom NAS auf die USB Platte, der PC über nimmt nur die Steuerung. Das lasse ich einfach zwischendurch laufen, wenn ich sowieso am PC sitze.

    Dafür habe ich da ca. 40MB/s. Datendurchsatz (da nur USB2). Ich glaube mit HyperBackup hatte ich damals nicht mal einen 10tel davon. OK meine DS216Play ist auch nicht die schnellste.


    Ich habe ein Raspi4 mit OpenMediaVault bei Seite liegen, da könnte ich die Backup USB Platte einfach anstecken und ein NAS mit den Daten als Übergangslösung wäre bereit.

    Oder ich stecke die Backup Platte unter Linux am PC an, und habe auch sofort Zugriff auf meine Daten.


    Klar Automatisiert ist das nicht, aber irgendwer hätte bei mir ja die USB Platte jeweils sowieso wieder für ein Backup einschalten müssen.


    Ultimate Backup das auf rsync basiert, hatte ich auch mal ausprobiert, war aber irgendwie doch nicht das was ich wollte.


    OK das ist nun schon ein paar Jahre her als ich mich damit befasst habe, ich bin da also nicht mehr auf dem aktuellen Stand.

  • Mit FreeFileSync arbeite ich auch sehr gerne, ist recht einfach gestrickt und nutzt HDD und Netzwerk voll aus. Um also die Userdaten zu sichern wäre das schon ein gangbarer Weg.


    Das Hyper Backup lagsam sein soll, muss ich mal recherchieren, danke für den Hinweis.


    Ich kann auch die Visionierung über Win10 lösen, dann wird der NAS eben als Netzwerklaufwerk genutzt. Lieber wäre mir aber eine Versionierung direkt auf dem NAS.

    Gruß
    Kaiser


    GP4.1
    Skin: Zombi-Shadow-FHD

  • Ich würde mal in der Facebook Gruppe nachfragen

    Gruß
    banyba


    920 S2 FBC+Triple, 4tb WDblue
    900 S2 FBC
    525HD S+C
    520HD bei allen DMM, GP4 + notgedrungen HD+
    Nas Synology DS220+

  • Update:


    Man muss wissen, dass Windows keine Bibliotheken auf Netzlaufwerken zulässt und somit sind alle normalen Sicherungsmethoden seitens Windows nicht mehr 100%ig zu gebrauchen, sofern man wie ich die Dateiablage auf dem NAS haben möchte. Auch habe ich es bisher noch nicht hinbekommen, dass Windows ein Systemabbild auf dem NAS erstellt. Ich befürchte ich muss dann mit symbolischen Links auf den PCs arbeiten.


    Was ich mir bisher zusammengebaut habe:

    1. ActiveBackupforBusiness von Synology heruntergeladen und auf NAS und WinPC installiert.

    damit erledige ich die Windowssicherungen von Laufwerk C alles unter einem Backupbenutzer und somit abseits der Benutzerordner (home) (ist leider kein Systemabbild)


    2. Synology Drive von Synology heruntergeladen und auf NAS und WinPC installiert

    damit erledige ich die Versionierung der Dateien im Homeordner der Benutzer. Die Versionierung wird in einem Ordner Drive im Homeordner gespeichert und ist somit für jeden Benutzer auch einsehbar.


    Win 10 und der Dateiversionsverlauf passen hier auch nicht zum NAS, da Netzlaufwerke nicht indiziert werden können. Außerdem wäre wohl die Netzwerklast durch stetige Indizierung unverhältnismäßig hoch gegenüber des Erfolges.


    Somit ergeben sich neue Herausforderungen, die ich bisher noch nicht inbekommen habe. X(

    1. Sicherung für die verschiedenen Homelaufwerke auf dem NAS selber. Ich denke da an einmal wöchentlich.

    :/ Müsste eigentlich NAS-seitig möglich sein. Bin aber darüber im DiskStationManagement (DSM) und den Zusatzprogrammen noch nicht gestolpert.


    2. Sicherung der verschiedenen Homelaufwerke auf einem Win PC

    :/ Hier bietet sich wohl Freefilesync hat.


    3. Systemabbildsicherung WinPC auf dem NAS


    4. Ich würde auch eine Acronissicherung (BootDVD Acronis 2020) bevorzugen und damit alle wichtigen Festplattenpartitionen einmal pro Monat zu sichern, aber ich habe es bisher noch nicht hinbekommen, dass Acronis auf den NAS schreibt. Da fehlt mir die Syntax beim Netzwerkzugriff auf den NAS-Ordner. ;(


    Sicher ist das alles irgendwie machbar und ich bekomme es auch irgendwann hin, aber es sollte eben alles automatisch ablaufen, sowohl auf den Windows PCs der Familie als auch auf dem NAS selber. Einzig Acronis würde durch mich händisch auf den einzelnen PCs durchgeführt.

    Gruß
    Kaiser


    GP4.1
    Skin: Zombi-Shadow-FHD

  • Ich nutze zu Sicherung meiner Windows Laufwerke Paragon Festplattenmanager.

    Der erstellt jeden Sonntag - wenn der Rechner eingeschaltet ist - eine Sicherung auf dem Synology NAS.

    Die Paragon Sicherung ist einmal Vollsicherung + danach 3 inkrementelle Sicherungen und dann wieder von vorne.

    Ein Vollsicherung + 3 inkrementelle halte ich immer vor - muss man aber nicht.


    Mein Homeverzeichnis von Windows ist auf einen Netzwerk-Share (SMB) des Synology ausgelagert und per gemappten Laufwerksbuchstaben in Windows eingebunden. Mein wichtigsten Daten am NAS werden per HyperBackup auf eine externe Festplatte gesichert.


    Aus "Verrücktheit" wird das komplette NAS dann noch mal per HyperBackup (rsync) auf ein weiteres Selbstbau NAS gesichert.

    Auf beiden NAS läuft der Speicher im RAID4 bzw. SHR-1.

  • Kaiser Wilhelm :


    Du treibst zuviel Aufwand aus meiner Sicht. Prinzipiell hab ich auf meinen Pc's keine Daten mehr, sondern hol die mir IMMER per LUN von der Nas ( pro User wenns sein muss ) ! Max. 2-3 mal im Jahr mache ich eine Imagesicherung mit Clonezilla auf die Nas von meinem Windows PC. Spart mir die Patches wieder einzuspielen.


    Auf der Syno läuft Hyper Backup und sichert (wenn nötig ) alles auf externe USB Disks. 2 externe USB Disks, eine für die Woche + eine für die Monatssicherung. Die Monatsplatte liegt im Tresor, wegen der bösen Jungs........

    Extern deswegen, da bei einem Defekt der NAS die Sicherungsplatte nicht " mit gerissen wird". Noch dazu kannst du in Hyper Backup eine Versionierung vornehmen.


    Nachtrag : In meiner Nas hab ich absichtlich nur Raid1 benutzt, um im extremen Notfall mir die Daten selbst von den Platten holen zu können....