Dreambox DM8000 - Smart-TV mit Bildröhre (Tips,Umbau,Testbericht etc.)

  • Nachdem ich mit Schrecken erfuhr, dass sogar KabelTUUTland demnächst Analog-TV abschalten will (1 zusätzliche Settopbox pro VHS-Rekorder und TV ergäbe nämlich insgesammt ganz schnell mindestens 6 Fernbedienungen) war klar, dass ein Gerät mit mehreren Digitaltunern her muss. Ein handelsüblicher Smart-TV kam nicht in Frage, da mir vom Bildgeschmier von Ruckelflachis speiübel wird; auch Kurzlebigkeit, Kopierschutz, Überwachungswahn und WLAN-Strahlung waren das KO-Kriterium. Auch ein Wohnzimmer-PC erschien problematisch, da die wg. nicht gemeinsam entwickelter Hardware mit zahlreichen Stabilitätsproblemen Ärger machen. Mit SCART-Buchsen, mindestens 2 DVB-C-Tunern, DVD-Brenner, Fernbedienung und Display, und das bei heutiger Hardware in WLAN-frei mit Metallgehäuse (zwecks guter Schirmung) blieb außer sündteurer Industrie- & Studiolösungen nicht viel übrig. So landete ich stattdessen bei der Dreambox, die im Wesentlichen das gleiche steckerfertig kann.


    Die "Dreambox DM8000 HD PVR" ist zu etwa 70% ein Linux-PC im Gehäuseformat eines VHS-Rekorders (also viel größer als übliche Settopboxen). Das Interessante an dem einst 1000€ teuren Highend-Modell ist, sie kann HDTV sowohl in voller Auflösung analog (leider nur auf Cinch, kompatibel mit VGA) als auch in PAL/NTSC gewandelt (dann an 2 SCART-Buchsen) ausgeben. Die meisten modernen Digitalgeräte haben SCART höchstens noch als Eingang und können das nicht. Obwohl die DM8000 ursprünglich eher für Besitzer teurer Analog-Beamer gedacht war, ist sie ein idealer Spielpartner für Bildröhren-Enthusiasten aller Art. (Natürlich hat sie fürs Flachglas auch HDMI.)


    Mein Exemplar von eBay kostete gebraucht immerhin noch 140€. Sie kam komplett mit Festplatte 1.43TB, DVD-Brenner, Lüfter und dem etwas seltsamen Betriebssystem-Image "OpenATV 6.1", dessen GUI "MetrixHD" leider unschön nach Win8 aussieht und zunächst etwas Anpassung der Schriftgrößen (hat das Plugin "MyMetrixLite" dafür) in fummeligen Menüs brauchte um auf PAL erkennbar zu sein. (Die 17'' SVGA-Bildröhre meines Nokia 417TV ist scharf genug, erhält aber das PAL-Signal bislang per Antennenbuchse des VHS-Rekorders Panasonic NV-HD625, da ich noch keinen SCART-Eingang nachgerüstet habe. Das Problem war nicht die Buchstabengröße, sondern dass Schrift in zu dünner Linienstärke zu blass erscheint.)


    Während die DM8000 für Flachfernseher nicht mehr neuester Stand ist (unterstützt z.B. kein UHD), dürfte sie dank Anschlussvielfalt für Bildröhren-Connoisseure noch lange erste Wahl sein. Im Wesentlichen kann sie nämlich das gleiche wie ein Smart-TV - nur viel besser konfigurierbar, da sie im Gegensatz zum real existierenden Teleschirm auf gut erforschter Hardware mit weitgehend quelloffener Software basiert, die von einer großen Community gepflegt wird, was sehr lange Verwendbarkeit jenseits kurzer Produktzyklen mit aufgezwungener Standardfirmware verspricht. Die Box kann als Festplattenrekorder z.B. mehrere Sendungen gleichzeitig aufnehmen, Internet-Mediatheken zugreifen oder per Netzwerk streamen, wobei die Software über sogenannte Plugins (Apps) erweiterbar ist. Durch ihr gelbes Matrix-Display geht z.B. auch Internet-Radio ohne jedesmal den TV einzuschalten.


    In diesem Forum kennen viele das Gerät besser als ich, doch die meisten nutzen es anders; somit richtet sich meine Kurzbeschreibung auch an Leser außerhalb. Mein Testbericht bezieht sich auf Verwendung für Bildröhre aus der Sicht eines erfahrenen VHS-Users mit Informatik-Hintergrund, und auf welche Hindernisse ich dabei stieß, da man im Netz dazu kaum etwas findet. Wie gut sich die Box für HDMI, Sat-Empfang oder Pay-TV Ge- & Missbrauch eignet ist für mich nicht von Belang und wurde von anderen ausgibig beschrieben. (Emuliert werden bei mir nur historische Telespiele - nicht Smartcards.)


    Eine Dreambox nimmt so ziemlich alles auf - außer Träume (...sollte man meinen)


    In der DM8000 können bis zu 4 digitale TV-Tuner eingebaut sein. Leider sind nur 2 davon frei wählbar (es gibt sogar gemischte Mehrfachtuner zu kaufen). Die anderen 2 sind immer Satellit (DVB-S2) und für mich komplett nutzlos (die Wohnanlage verbietet Anbringung von Erdogan-Ohren an Fassadenwände). Da sie als SMD-Bauteile fest ins Mainboard integriert sind, lässt sich hier vermutlich auch kein anderer Tuner anlöten. Allerdings sollen per USB weitere Zusatztuner anschließbar sein.


    Und im Gegensatz zu VHS-Rekordern enthält sie keinen TV-Modulator, sodass Analogsignal nur per Scart ausgegeben wird. Erst mit nachgeschaltetem VHS-Rekorder (mehr Stromverbrauch) kriegt man ein analoges Antennensignal.


    Und leider enthält die DM8000 keinen Hardware-Codec fürs Bildformat H265, sodass sie serienmäßig weder DVB-T2 noch UHD über ihren Bildausgang wiedergeben kann. (Ich habe gelesen, dass sie das empfangene Signal aber an einen externen PC oder HDTV streamen kann, der es dann anzeigt.) Interessant ist dass das Mainboard programmierbare FPGA (Xilinx) statt Spezialchips enthält, und daher evt. doch Nachrüstung per Firmware-Upgrade möglich sein könnte.


    Aufgenommene Sendungen landen exakt in dem Datenformat auf der Platte, in dem sie über den Äther kamen. Weder lässt sich vorm Aufnehmen ein niederauflösendes Format wählen, noch nachträglich (z.B. von HD auf SD oder QVGA) im Gerät konvertieren um Speicherplatz zu sparen. (Zum Archivieren textlastiger Diskussionsrunden oder Nachrichten muss es nicht immer volle Auflösung sein.)


    Was auch fehlt ist ein Framegrabber-Chip zum Digitalisieren von Analog-TV (z.B. von VHS); die 2.Scart-Buchse wird intern nur durchgeschleift aber liegt nirgendwo digital im Signalweg. Es gibt auch keinen HDMI-Eingang, der zur Signalwandlung externer Digitalgeräte (z.B. Raspberry Pi, heutige Spielkonsolen) wichtig werden könnte.


    Anscheinend wird Streaming aus Mediatheken intern nicht als TV-Signal behandelt, und lässt sich nicht mit den dafür üblichen Bedienvorgängen aufnehmen. Allerdings speichert man dank Scart sogar Youtube problemlos auf VHS-Kassette.


    Der eingebaute DVD-Brenner wirkt haptisch klapprig (weil normales Laptop-Modell) und brauchte zunächst ein Plugin um DVD und Musik-CDs abzuspielen. Grade bei letzteren stört das laute Laufgeräusch, da er offenbar ständig auf Maximalgeschwindigkeit rotiert statt auf zur Wiedergabeart passende Geschwindigkeiten runterzuschalten. (Vermutlich kann man das im Linux konfigurieren.) Seltsamerweise hängt meiner intern mit einem USB2-to-SATA-Adapter am internen USB2 statt 2. SATA-Port.


    Im Idle Mode (Quasi-Standby, nur Uhr sichtbar) ist die DM8000 nicht wirklich aus und verheizt etwas viel Strom (anders als VHS-Rekorder braucht sie gegen Bandsschlingern kein Laufwerk warm zu halten). Aus dem echten Standby (2W) dauert das Booten 3 Minuten. Warum hat das Ding kein "Suspend to Disk" wie ein Laptop?! Die gut 150MB RAM (und evt. auch 340MB Flash) ließen sich problemlos schnell als Block auf die Pestflatte auslagern und von dort in 10s wieder starten. Zumindest kann sie auch aus dem Standby heraus Timer-Aufnahmen durchführen (bootet dann 5min vorher) und muss nicht immer an sein.


    Im Gegensatz zum echten HTPC hat die Dreambox keine Intel-CPU und spielt folglich keine Standard-Software für PC ab. Als Linux-System mit USB2 und diversen Slots lässt sich aber vieles davon compilieren wo Sourcecode verfügbar ist. Vieles wird leider statt auf HDD im fest verbauten Flash-Chip gespeichert, dessen Lebensdauer (Anzahl Schreibvorgänge) begrenzt ist; evt. wäre für ihn ein zusätzlicher Kühlkörper sinnvoll, da die reale Lebensdauer sehr stark von der Temperatur abhängt. Auch die fest verlötete CMOS-Batterie scheint nicht für Wechselbarkeit gemacht.


    Videotext für Garnichts


    Äußerst ärgerlich ist, dass die DM8000 Teletext nicht im TV-Signal ausgeben kann. (Für Technisat und selbst uralte DVB-T-Empfänger war das kein Problem.) Viele Bildröhren-TVs und VHS-Rekorder enthalten nämlich z.B. eine Uhr, die ohne Zeitsignal des Videotexts ungestellt nervig rumblinkt und sich schlimmstenfalls nicht abschalten lässt und Funktionen blockiert. Auch Fernseher-Sammler müssen nach Abschaltung jeglicher echter Analogkanäle das Recht behalten, den internen Videotextdecoder ihrer Geräte (sammt modellspezifischer Sonderfunktionen) vorführen und benutzen zu können.


    Genial ist jedoch, dass die Box den Teletext des Senders mit auf Festplatte aufnimmt, sodass man z.B. in archivierten alten Dokus immer eine Kostprobe damaliger Nachrichten als Zeitzeuge mitspeichert. Man kann während der Wiedergabe dann in Echtzeit im aufgenommenen Teletext surfen und bekommt sogar die damalige Uhrzeit und Datum eingeblendet. (Per Links- und Rechts-Taste kann man sogar durch nacheinander angezeigte Seiten blättern.) Für Fernseher-Sammler wäre das perfekt, könnte man ihn bei Bedarf mit ausgeben.


    Vom EPG speichert sie leider nur die erste Sendungsbeschreibung, sodass bei zu frühem Aufnahmestart oft nur die vorige in der Datei landet, und bei mehreren am Stück aufgenommenen Sendungen diese ohne EPG-Info auskommen müssen.


    laues Lüftchen


    Bei mir war zunächst der Lüfter zwar eingebaut aber deaktiviert, wodurch das Gerät recht warm wurde. Mit dem Plugin "Fan Control 2" ließ er sich einschalten. Der Test meckert zwar dass er keine 3000 rpm erreicht, doch ich vermute der wurde für kleinere Lüfter geschrieben, die entsprechend schneller drehen. Ich habe festgestellt dass man den Lüfter im Idle Mode besser nicht ausschalten sollte; sonst heizt sich das Gerät auf und startet dann zwecks Notkühlung plötzlich mit voll aufgedrehtem Lüfter, was wesentlich mehr nervt als leises Rauschen.


    Allgemein ist das Lüftergeräusch dezent (mein recht leise umgebauter Bigtower-PC rauscht satter); allerdings ist schade dass der im Idle Mode überhaupt benötigt wird. (Heatpipe mit Außenkühlrippen wären für ein qualitätvolles Wohnzimmergerät angemessen.) Bei Aufnahme und Wiedergabe des Rekorders tickt die Festplatte alle paar Sekunden hörbar; mit einer weichen Aufhängung könnte man dies dämpfen.


    jetzt wird kastriert!


    Leider verpestet auch die DM8000 die Umgebung ab Werk mit WLAN. Natürlich lässt sich das im Menü formal abschalten (war bei mir schon aus), aber Fernwartung kann es jederzeit wieder aktivieren, und von Smart-TV weiß man dass die Dinger nachweislich als Dauersender in die Gegend funken wenn sie vortäuschen aus zu sein. Auch beim Bootvorgang posaunen viele "ausgeschaltete" WLANs ihre Existenz in den Äther, damit Geheimdienste per provoziertem Stromausfall beim Neustart Hausgeräte durch Drahtlos-Fernwartung hacken können. (Eine ähnliche Funktion ist als "Roving Bug Mode" per US-Gesetz in jedem Smartphone verbaut, damit der Staat es abhören kann.) Um die gepulste Mikrowellen-Pestilenz sicher loszuwerden helfen nur radikalere Methoden.


    Glücklicherweise sitzt das WLAN der DM8000 auf einer separaten Mini-PCI-Steckkarte, die sich bei geöffnetem Gehäuse (vorher Netzstecker ziehen!) einfach wie ein Speichermodul im PC durch Aushängen der seitlichen Metallklammern entnehmen lässt. Allerdings ist das etwas fummelig wenn man die Festplatte drin lässt. (Den nun freien Steckplatz sollte man besser für was wirklich sinnvolles verwenden - z.B. H265 Decoder (DVB-T2 wo bist Du...?!) oder analogen Frame Grabber).


    Auf der Karte stecken 2 dünne graue Strippen. Diese sind der Beweis dass "WLAN-Kabel" kein durch Lehrlinge zu besorgendes Aprillscherz-Produkt ist, denn es sind diese winzigen Coax-Kabel, die zu den 2 WLAN-Antennen hinter der Frontplatte führen. Wie normale TV-Antennenstecker (nur viel kleiner) lassen sie sich von der Karte abziehen. Theoretisch können sie (z.B. mit Klebefilm gegen Kurzschluss gesichert) im Gerät verbleiben. Doch wer es ernst meint, macht mit dieser gehirnzerstörenden Abscheulichkeit kurzen Prozess und beseitigt die Antennen gleich mit. Dies sind bloß 2 kleine Blechzinken, die per Schaumklebeband innen an der Frontplatte sitzen. Die Antenne lässt sich abpulen, obwohl sie leicht verbiegt.


    VORSICHT: Die Frontplatte rastet mit Plastiklaschen in Schlitze im Bodenblech und geht schwer ab und noch schwere wieder dran. Daher erst die vorderen Füße abschrauben und Seitenteile nach hinten schieben. Die Plastiklaschen am Boden vorsichtig per Schraubendreher reindrücken. In der Front sitzt die Display-Platine mit kurzem Flachkabel (Glasdisplay und dessen Folienkabel nicht beschädigen). Beim Abziehen keine Gewalt anwenden. Die Front geht am Bodenblech jedoch nur mit sanfter Gewalt wieder einzuhaken. Dazu die Plastiklaschen per Schraubendreher einzelnd reindrücken. Nicht zu grob mit der Hand drauf schlagen, da dies die Festplatte beschädigen kann.


    Nach dem Zusammenbau bootete meine Dreambox normal und vermisste ihr Wehlan in keiner Weise. Weder Fehlermeldungen noch verwaiste Menüeinträge verlangten seine Rückkehr. Trotzdem deinstallierte ich per Menü auch zugehörige Treiber.


    Ohweh Ohwehlan...


    Leider ist das Gehäuse ein hochfrequenztechnischer Alptraum. Trotz Blech ist es voller Löcher an unsinnigsten Stellen und kaum abzuschirmen. Nur wenige schafft man mit Aluklebeband oder Gittergeflecht sinnvoll abzudichten um Hirnschutz und audiophiler Tonwiedergabe zu genügen. Der riesig klaffende Spalt hinten zum Einhaken der Plastikseitenteile dient z.B. weder Belüftung noch war dort Wifi. Rückseitig gähnt ein großes rechteckiges Loch für 2 CI-Schächte, wie ich es zuletzt beim Commodore C64 fand (Atari 8Bit-Computer hatten Abdeckungen). Auch vorn um die Buchsen liegt nur durchlässiges Plastik. Vermutlich soll der austretende E-Smog Funkpeilwagen das Aufspüren von GEZ-Sündern erleichtern oder Geheimdiensten den drahtlosen Zugriff. Konstrukteure von Computergehäusen vor Einführung von Wifi und Bluetooth-Zahnbürsten wären für solche Bauweise gefeuert worden. Zumindest die Innenseite der Frontklappe habe ich mit Aluklebeband beklebt, obwohl das solche Scheunentore kaum zu verschließen vermag. Z.B. die Analogtuner von TV und VHS-Rekorder zeigen merklich mehr Schnee als vorher ohne Box.


    Um ohne Wehlan aufs Internet zuzugreifen, habe ich einen Ethernet-Switch mit Blechgehäuse und 3 verschieden priorisierten Buchsengruppen besorgt (Zyxel GS-108B v2). Fürs Streaming den Router und Dreambox auf "high priority" anschließen, PC auf "med priority". So können PC und Dreambox aufs Internet zugreifen, und der PC per Browser aufs Webinterface der Dreambox. (Allerdings ist das Javascript des Browsers Opera 12.02 (letzte Version für Win98SE) meines Haupt-PC nicht kompatibel genug, sodas z.B. die virtuelle Fernbedienung versagt.) Auf dem PC habe ich das "Dreambox Control Center" dcce2_150.zip installiert =>Kommunikation funktioniert - nur Live-TV streikt (unregistrierte Klasse).


    Der Zyxel GS-108B v2 bleibt sammt Netzteil auch im Dauerbetrieb schön kalt, sodass keine Abnutzung durch Überhitzung droht. Bei Nichtgebrauch kann ich hier trotzdem dem Überwachungskapitalismus den Netzstecker ziehen, sodass bis aufs Analogtelephon (hängt direkt am Router) alles offline ist, und weder ein Botnetz Spam verschickt und Bitcoins schürft, noch Bigdata jeden Fernbedien-Klick als TV-Quote erfasst.


    Aus der Rückseite der DM8000 leuchtet unnötig ständig die rote LED des optischen Digitalausgangs (Toslink), die sich offenbar nicht abschalten lässt und sich nur abnutzt. Man hätte die besser fürs LAN per POF-Lichtleiter konfigurierbar machen sollen, das komplett ohne ständige HF-Abstrahlung auskäme.


    Mediathek stürzt ab


    Auf der DM8000 waren zunächst keine Mediathek-Plugins installiert (HbbTV ging garnicht). Nachdem ich diverse Treiber und Plugins per Menü der internen GUI nachinstalliert habe, starten viele Sachen nun. Leider funktioniert nur das YouTube-Plugin. Andere Sachen wie MediaPortal oder HbbTV starten zwar, aber stürzen nach ca. einer halben Minute Video so tief ab, dass nur noch der türkis rotierende Kreis (Cursor) erscheint und nichts mehr reagiert (weder Fernbedienung noch Gerätetasten) bis man den Stecker zieht. Einmal endete sie sogar beim Booten in Endlosschleife bis ich nochmals den Stecker zog. Ich vermute dass dem Linux die Swapdatei fehlt, wodurch das RAM rasend schnell zur Neige geht. (Manche im Internet schreiben dass Swap zu Rucklern bei Videoaufnahmen führen kann. Ob man stattdessen auf Speicherkarte swappen sollte???)


    Mit der Software habe ich mich noch nicht im Detail befasst; ich bin noch am Lernen und werde mit der DM8000 wohl noch länger Zeit verbringen.


    Fernbedienung des Grauens


    Die Tastenbelegung meiner DM8000 ist das grauenvollste Monster seit vi, und je nach Untermenü wechselt die Belegung ohne jede Systematik (z.B. seitenweise im Menü blättern ist mal < >, mal die Bucket-Wippe, oder Bestätigen mal "grün" mal "ok"). Viele logisch zusammengehörende Funktionen scheinen wahllos über verschiedene Menüs verstreut, deren Systematik sich mir nicht erschließt. Warum es 2 Menüs "Tastenbelegung" und "Hotkey-Einstellungen" und dann noch ähnliche Sachen in Untermenüs gibt wirkt sinnlos; manche Änderungen der Belegung ignoriert das Gerät obwohl sie im Menü erscheinen. Manuelles Sender sortieren braucht gefühlte 6x mehr Tastendrücke als bei Technisat (es fehlen z.B. Markieren mehrerer Einträge + Blockverschiebung). Und dass ausgerechnet "Sofortaufnahme" ein Menü öffnet ist gradezu pervers - als würde meine Digicam bei Druck auf den Auslöser erstmal langwierig nachfragen in welcher Auflösung ich das Photo machen will oder es mir doch anders überlege... Auf VHS arbeite ich nach dem Schnappschuss-Prinzip und nehme z.B. auch mal nur 40 Sekunden eines Beitrags einer Nachrichtensendung auf. (Dafür kann man nicht erst Sendungsnamen oder VPS-Einstellungen auswählen.) Mag sein, dass Pestflattenjunkies alles im Nachhinein mit dem Schnittprogramm korregieren, aber es nicht anders zu können ist höllisch. Als ich testweise den Knopf "Sofortaufname" direkt auf den Unterpunkt "Aufnahme hinzufügen (unbegrenzt)" legte, lies sie sich nicht mehr beenden, und mehrmals drücken erzeugte parallel mehrere identische Aufnahmen. (Wieso verhindert das die Software nicht?!?) Statt eine schon laufende Aufnahme mit Endzeitpunkt auf Wunsch zu verlängern, startet er offenbar immer parallel eine 2. des selben Senders (dann ohne Anfang), was völlig widersinnig ohne jeden Nutzen ist. Auch braucht die Aufnahmefunktion manchmal einige Sekunden Ladezeit. (Ein Knopf für vorher manuelles Starten der Festplatte wäre hier hilfreich.)


    Der Unmengen Salat auf Zifferntasten ist Chaos pur. Mag sein dass damit Spulen Gewöhnungssache ist. Ich wünsch mir lieber nen schönen Jog-Shuttle-Drehknopf der haptisch satt in der Hand liegt (und hier ohne Bandverschleiß gefahrlos nach Herzenslust nutzbar wäre). Die Fernbedienung liegt in der Hand wie ein Phaser aus Star-Trek TNG; unten dran sitzt der Batterieverschluss genau dort wo mein ZeiFi nen Triggerbutton für Bewegungssteuerung erwarten würde. (Schwenk=Cursor o.ä. - auf Bildröhre ließe sich das prima als Lightgun implementieren.) Stattdessen gibts Knöpfe wo ich keine brauche, nur wirklich wichtige Sachen ("Sofortaufnahme Start/Stop") haben keine. Das aussagekräftige Benennen von Aufnahmen ist per Fernbedienung (Steuerkreuz-Bildschirmtastatur oder T9 wie bei SMS auf Handyknochen) extrem unpraktisch langwierig. (Bei kurzen Doku-Ausschnitten sind Default-Sendungsnamen nutzlos.) Daher läuft die Box bei mir derzeit nur als temporärer Zwischenspeicher (statt VHS-Rekorder 2) oder Rettungsleine gegen verpassten VHS-Aufnahmestart.


    Die Fernbedienung meiner DM8000 verhielt sich generell sehr unzuverlässig. Während kurze Tastendrücke zwar manchmal Aussetzer machten, gingen lange garnicht, bzw. wurden in viele kurze schnelle Tastendrücke zerhackt. Dies bewirkte z.B. dass beim Löschen eines Videos per rote Taste gleich 5 Stück gelöscht wurden. Nachdem ich "kurz=Umbenennen", "lang=Löschen" umstellte, ging Löschen garnicht mehr.


    Ich stellte schließlich fest, dass die FB direkt vorm Gerät funktioniert. Die Dreambox steht bei mir im 45° Winkel ca. 2.5m rechts vom TV (17'' SVGA) auf Sitzhöhe (bin Yogi, daher Bodensitzer), und der Ir-Empfänger bekam dort offenbar kaum Signal. Also habe ich die Frontplatte demontiert, das Frontglas abgepult und die aufgedruckte braune Beschichtung vorm Ir-Sensorfenster mit einem Wattestäbchen und Aceton (Isopropanol reicht nicht) weggerubbelt. Der Sensor ging etwas besser, aber noch nicht ok. Folglich habe ich die Displayplatine abgeschraubt und dann per Laubsäge und Feile die Öffnung in der Plastikfront nach links und oben ein gutes Stück vergrößert und angeschrägt, bis der Sensor im 45°-Winkel per Auge gut sichtbar war. Ich habe zusätzlich ein Stück Spiegelfolie rechts vom Ir-Sensor vertikal von der Kante zur Platine aufgeklebt, damit das Signal von schräg links doppelt so stark den Sensor trifft. Interessant ist, dass über dem Empfänger offenbar 2 Ir-LEDs als Sender sitzen, sodass die Dreambox auch bidirektional kommunizieren könnte.


    Auch die 2 up/down-Tasten an der Frontplatte (zum Kanäle wechseln) sind ein sinnentleert nutzloser Atavismus. Stattdessen hätte man dort ein Steuerkreuz mit Mini-Joystick (wie bei Digicams) verbauen sollen, das bei verlegter Fernbedienung zum echten Navigieren in Menüs taugt.


    |_isplay-Problem


    Leider ist der Gehäuserahmen der DM8000 derart idiotisch eng designt, dass auch der 1. Buchstabe im Display bei 45° Schrägsicht einfach verschwindet (form contradicts function - was nützt da der ach so tolle Blickwinkel vom Pecunia-Non-OLED?!?). Also habe ich ein breites Stück der Plastikfront links neben dem Display ausgesägt und zudem oben und links per Feile angeschrägt, damit "Vox" kein "_ox" mehr ist. Die nun grün neben dem Display sichtbare Platine habe ich mit schwarzem dünnen Klebefilz abgedeckt (1 Stück flach bis zum Metallrand + schmaler Streifen drauf).


    Und die DM8000 nutzt ihr Display (zumindest beim Image "OpenATV 6.1") leider kaum für sinnvolle Dinge. Z.B. fehlen mir informative Icons, um auf einen Blick zu sehen ob z.B. grade Live-TV, DVD oder eine Aufnahme von Festplatte läuft. Außer dem nervig blinkenden kleinen Schriftzug "Aufnahme" (wg. Power-LED redundant) und der Seitenzahl bei Teletext (die sieht man doch auf dem Schirm) meldet es keinerlei Grundfunktionen. Grade Timeshift verhält sich bei versehentlicher Aktivierung oft verwirrend, daher wäre ein Hinweis darauf viel wichtiger als irgendwelche Restdauern bis zu nächsten Sendung und deren Name (der abgeschnitten wird statt zu scrollen). Wiedergabe-Icons (Pause, Spulen, Start etc.) und Spulzeit erscheinen stattdessen per OSD fett für 5 Sekunden lang mitten im Bild(!), was nicht nur hässlich aussieht, sondern bei Nutzung als Zuspielrekorder zum Kopieren kurzer Abschnitte auf externe Medien (z.B. VHS-Kassette) auch richtig stört. Das lässt sich zwar tief in Menüs ganz abstellen, doch fehlt ein Taster zur vorübergehenden Abschaltung des OSD. Wirklich niemand braucht hingegen im Display den Sendungsname bei Wiedergabe.


    Das OSD der MetrixHD-GUI ist auf CRT etwas nach links verschoben, sodass zumindest die große Überschrift am unteren Bildrand ein Stückchen abschneidet. Die OSD-Positionsjustierung (Erweitertes GUI/OSD Kalibrieren) verschiebt und skaliert stattdessen das TV-Bild und lässt das OSD wo es ist. (Software-Bug schreibt falsches Register?) Noch dümmer ist, dass bei transparentem OSD (wichtig um die Sendung mitzukriegen) auch die eingebauten Testbilder transparent und so für Kontrasttests nutzlos sind, wenn man nicht die OSD-Transparenz jedesmal umständlich deaktiviert.


    Beim Herunterfahren gehen zudem Display und Power-LED viel zu schnell aus während die Festplatte noch am Arbeiten ist. Ein hierdurch gradezu provozierter schneller Griff zum Netzstecker oder echten Ausschalter (z.B. Steckdosenleiste) kann Datenverlust bewirken. Es fehlt eine Display-Meldung wie "wird heruntergefahren..." und am Ende "Sie können die Dreambox jetzt ausschalten." Bei programmiertem Aufnahmetimer sollte ein Erinnerungs-Icon im Display stehen (könnte auch erst bei versuchtem Herunterfahren warnen), denn nachts schalte ich die Stromzufuhr (inklusiv Router) sonst grundsätzlich aus. Die Box hat nicht mal eine Festplatten-LED; offenbar soll keine Hausfrau merken wieviel PC im Inneren werkelt. Auch eine LED bei Internet-Zugriff wäre sinnvoll um verdächtige Hintergrundaktivität zu erkennen.


    Die Uhr ist für ein OLED-Display etwas lieblos gestaltet. Im Idle-Modus könnten hier z.B. animierte Zahlen erscheinen, oder kleine Männchen (wie in "Cube World" LCD-Spielen) könnten Schilder mit Meldungen (aber bitte keine Werbung) ins Bild schieben. Aber das braucht nicht jeder und sollte eher ein Plugin sein.


    Case Modding


    Da die Front zwecks Umbau sowieso ab musste (Blickwinkel, Ir-Sensor), war Gelegenheit für Verschönerungen. Die blaue LED im Power-Taster gleisste zwar nicht so unerträglich hell wie in manchem Nuller-Flachi, aber sah prollig nach billigem Medion-Produkt aus, und das eckig abgestufte Pulsieren während Aufnahme nervt trotzdem; ich empfinde sowas synästhetisch wie ständiges Getrommel. Also habe ich beide blaue LEDs vorsichtig entlötet und gegen (viel winzigere) grüne SMD LEDs ersetzt (vorher mit 4.5V Batteriekasten + 1k Widerstand Polarität rausfinden). Obwohl die nun eher etwas zu dunkel gelbgrün schimmern (Phosphorgrün wäre passender) sind sie deutlich angenehmer. (Auf dem Anhang-Photo sieht die viel heller aus als real.)


    Dann habe ich zusätzlich die schwarzen Teile des Frontglases mit Hologrammfolie in Damaszener-Textur (von Geschenkverpackung, verstärkt mit Doppelklebeband) foliert. Die Schablone dafür habe ich vorher vom Frontglas auf klare Plastikfolie (aus Schnellhefter) durchgepaust. Das Fernbedien-Fenster habe ich oval gestaltet. Es mag nicht perfekt sein, aber zumindest nicht wie Murks von Medion.


    Nur Farbdisplay hab ich keins drin - das Gerät (140€) kostete auch so schon ca. mein halbes Monatseinkommen. Das dezente Gelb (Helligkeit auf 4) passt auch gut zum gelben VFD des VHS-Rekorders und den Skalen-GlüLa des Röhrenverstärkers.


    erweiterte Bildeinstellungen


    Angeschlossen per Scart über den VHS-Rekorder am Nokia 417TV wirkten Farben (im Gegensatz zum Analogtuner des Rekorders) in Neutralstellung etwas übersättigt und das Bild leicht unscharf. Glücklicherweise hat die Dreambox (anders als in Technisat & Co) ein Menü "Einstellungen Video-Optimierung" fürs videophile Finetuning. Die Auflösung der Parameter ist teils etwas grob, doch die Dreambox vermeidet zumindest den schlimmsten Designfehler, alle Werte auf Ganzzahlen 0 bis 100 umzurechnen oder gar nur Balken anzuzeigen, was bei vielen Fernsehern und Monitoren aufschreibbar wiederholbare Einstellungen systematisch verhindert. Um dem neutralen Analogtunerbild nahe zu kommen, habe ich momentan folgende Einstellung:


    Farbformat YPbPr


    Helligkeit 128
    Kontrast 129
    Farbton 130
    Scaler-Schärfe 13
    Schärfe 26
    Sättigung 125
    Grünanteil erhöhen 1
    (sonstige 0)


    Diese Werte sind vorläufig und nicht perfekt. Feine Strukturen (Gesichtsporen, Textilien etc.) wirken gegenüber dem Analogtuner etwas teigig detailarm wie zugespachtelt (pulsiert mit Bewegungen) als wenn doch noch irgendein Verschlimmbesserer aktiv ist. (Oder liegt das als optische Täuschung nur am fast komplett fehlenden Schnee??? Ich fühle mich ans sterile Bild früher Video-CDs auf CDI erinnern, oder bei Anzugstoff an schwarzweiße 1950er Röhrenkameras.) "Scaler-Schärfe" (normal 13) reduzieren macht es etwas weniger penetrant, aber ich fand keinen Parameter der direkt drauf wirkt. Nur Umschalten auf die jeweilige HD-Version der Sender (wohlgemerkt in PAL-Auflösung ausgegeben per TV-Modulator) beseitigt die Teigigkeit - jedoch ist HDTV nur bei ÖR-Sendern frei empfangbar, der Ton zu leise und belegt als Videodatei zuviel Speicher. Unklar ist ob KabelTUUTland sein Analogsignal ebenfalls aus der HD-Version gewinnt (es hat kein "HD" im Senderlogo und schneit etwas), da es kaum solches Bildgeschmier enthält. Es ist eine Schande wie sehr DVB-C die PAL-Qualität in SD sabotiert um zu "HD+"-Abzocke und Umstieg auf kurzlebiges Flachglas zu nötigen.


    Z.B. Gesichter wirken im Vergleich zum Analogbild etwas kühl rot/pink. "Farbton" erhöhen macht sie grüner, vermindern pinker (ein Parameter der bei NTSC üblich ist, aber bei den meisten PAL-Fernsehern fehlt - obwohl viele ihn gut gebrauchen könnten). Auf 128 (Standard) sind Farben zu kühl, doch ab 131 wirkts ungesund grünlich. Kein Wert entspricht exakt dem Analogtuner - es fehlt einfach an Farbigkeit; Gesichter erinnern mich an schablonencolorierten Schwarzweißfilm, und insb. alles Sonnige schimmert fahl wie Energiesparlicht. (Irgendwie schwächelt gelb und braun - oder fehlts der Farbtiefe an Bits? Im Farbformat YPbPr scheint dies weniger extrem als bei RGB. Doch generell ist alles etwas zu blau.) Vielleicht lässt sich mit Farbraum-Umschaltung noch mehr rausholen. Was ich vermisse sind RGB Grau- & Weißabgleich oder andere Möglichkeiten die Rot-Kurve einer gereiften Bildröhre digital zu entzerren (die sonst dunkle Rottöne zu glühend anzeigt).


    Der Ton der DM8000 klingt per Scart enttäuschend digitallisch dünn und extrem trocken ohne räumliche Tiefe; über den analogen Stereotuner des VHS-Rekorders ist er wärmer mit mehr Bass. (Der interne Tuner des 417TV klang schon immer unbrauchbar - er brummt, ist basslos und nur mono.) Die HD-Versionen ertönen auf Scart zu leise, was mit Übersteuerungsschutz des 5.1-Downmix zu tun haben mag, falls der Algorithmus alle 5 Plastikbrüllwürfelchen + Woofer-Rummsdose marktüblicher Surroundanlagen gleichzeitig voll aufzudrehen versucht bis der Flatscreen flattert, was als Signal summiert zu echtem HiFi 2.0 wohl die Spezifikation sprengt. Irgendwie kling das nach schwingender Op-Amp-Gegenkopplung; hoffentlich kann ich mit Impedanzanpassung des Tonausgangs (Widerstand+Kondensator) in der Scart-Umschaltbox das Gezischel bändigen. (Auf SAT1 knistert sogar der rechte Kanal, was eindeutig ein digitales Problem ist.)


    Im direkten Vergleich scheint die Latenz (Tonversatz) von Dreambox DM8000 und Technisat DIGITAL PR-K fast identisch (keine Selbstverständlichkeit - bei mehreren DVB-T-Empfängern im gleichen Haus hörte man z.B. nerviges Echo). Auch Umschaltgeschwindigkeit beim Zappen ist etwa gleich. Sein Ton ist auf 100% deutlich lauter und voller. Der Teletext zappt schneller, überlagert als Window oder transparent das Bild (finde ich edler gestaltet) und wird zum angeschlossenen TV durchgeschleift. Der alte Technisat (ohne Feineinstellmöglichkeit) wirkt vom Bild durchweg rund und angenehm, jedoch auch unschärfer und tarnt so nur das Bildgeschmier, das die Dreambox gnadenlos sichtbar macht, doch die wirkt als mangle es an Tiefenschärfe, da an kahlen Stellen ohne Daten nichts zum Nachschärfen da ist. Mein erster Eindruck dass der Technisat in dem was er kann perfekt war und mit der Dreambox was nicht stimmt relativiert sich damit. Und er konvertiert natürlich kein HD.


    Zunächst war ich etwas geschockt welch aalglatt steriles Gekrümel die Dreambox bei manchen Sendern auf die Röhre bringt, denn zumindest einiges was ich im Kaufhaus grauenvoll verschlimmbessernden Flachfernsehern zuschrieb, erwies sich als Problem des schlecht aufgelösten DVB-Signals. Doch bei Bewegtbild (z.B. sanfte Übergänge beim Scrolling und Zoom von Fußballrasen) bleibt Bildröhre an Natürlichkeit unerreicht, und genau das ist zu 75% primärer Zweck von TV. (Dass ein Ruckelflachi winzig Kleingedrucktes von Werbespots superscharf im Standbild anzeigt oder gleißend grell gesunden Schlaf versaut ("HDR1000") ist doch kein Fortschritt!) Ich appelliere dass sich digitale Möglichkeiten finden lassen, um im Cyberzeitalter auch nach Ende der PAL-Ausstrahlung die volle Wiedergabequalität analoger TV-Technologie zu bewahren, und Abnutzung (z.B. Farbkurvenfehler) extern zu kompensieren. Die Dreambox DM8000 könnte als gut dokumentierte und nicht zu rare standardisierte Hardwareplattform für Bildröhren-Connoisseure vieles davon ermöglichen, wenn man die Software entsprechend optimiert (Farbkalibrierung, evt. sogar Konvergenz, Bildgeometrie u.ä.). Leider sind manche Dinge (kein interner Framegrabber, geringe CPU-Geschwindigkeit) nicht perfekt dafür, aber vermutlich brauchbarer als Durchschnitts-PCs aus beliebig zusammengewürfelten Komponenten. Eure Tips zum Betrieb der Dreambox an Analoggeräten sind willkommen.



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  • Am 30.Januar war es dann soweit. Vodafone (einst KabelTUUTland) hat Analog-TV ganz abgeschaltet. ;(


    Kurz nach 0:00 kam nur noch Schnee und auf einigen Analogkanälen noch kurz die Vertröstung einer "vorübergehenden Störung" die bald behoben sei. DVB-C lief hingegen weiter (ÖR-Sender ok), obwohl nach 6:00 dann ca. 1/4 aller Programme erstmal tot waren. Die Vodafone-Behauptung, man bräuchte die Geräte bloß während der Umstellung eingeschaltet lassen, half leider nicht. Doch Tags darauf manuell gestartet, erweckte der Suchlauf auf Dreambox und dem alten Technisat die toten Kanäle wieder zum Leben, ohne dass manuell was in die User-Kanalliste eingetragen werden musste; offenbar erkennt das System welche Frequenz wohin gehört.


    Leider gehen analoge Tricks, wie blitzschnelles Test-Zappen mit 2 Fernbedienungen (Sendung mit Ton läuft auf VHS-Rekorder, dabei andere im TV-Tuner in 1/4 Sekunde weiterschalten) oder Videotext am TV lesen während Ton eines anderen Senders per VHS-Rekorder läuft, nun nicht mehr. Auf der Dreambox gibts nur PiP zum Beobachten eines 2. Senders (sofern den Tuner keine Aufnahme blockiert), was etliche Tastendrücke und Sekunden erfordert.
    :377:
    Mit diesen Einstellungen geht es immerhin am minderlangsamsten:


    Tastenbelegung: Blaue-Taste kurz/lang = Erweiterungen/Schnellstartmenü
    OSD: Beende Bild in Bild mit Exit = ohne Meldung


    Aber man muss noch immer zum 2. Sender zappen, dort 2x auf "blau" und mit "0" zurück zum vorigen Sender switchen um das PiP einzublenden. Echtes schnelles Weiterzappen im PiP geht nicht.


    SCART-Farbproblem gelöst!


    Zudem nervten mangels Alternative die eisigen Neonfarben der Dreambox nun erst recht. Nach viel Rumprobieren fand ich einen simplen Trick! Für PAL-Bildröhre braucht es bloß den Eintrag


    Grundeinstellungen: Überspringe HDMI-EDID-Prüfung = Aus


    Vermutlich hilft auch noch "HDMI Farbraum = rgb"


    Sofort ähnelten die Farben viel stärker dem Technisat, d.h. der nervige Blau-Purpurstich ist fast weg und das Bild gleich viel sonniger! Anscheinend wurde auf SCART sonst automatisch ein HDMI-Farbraum gewählt ("Farbraum = Edid(Auto)"). Besserwisser werden jetzt vermutlich sofort aufschreien, dass der für CRT ja auch völlig ungeeignet sei, weil neumodisches Flachglas ja "so viel besser" wär. Jedoch sehen diese LED-blau kreischenden Farben frappierend exakt nach dem aus, womit die Unmengen Flachis in Kaufhäusern um die Wette blenden. Was soll sowas?! Mit naturalistischen Farben hat das künstlich krasse Shopmode-Gegleiße nichts zu tun, und wer nicht Laserstrahlen im perfekten Farbton abbilden muss, für den sind jegliche Farbraum-Vergrößerungen nutzlos.


    Versuchsweise den Farbton von 130 zurück auf 128 (Default) setzen führte jedoch wieder in Richtung Purpur; andersrum passts.


    Farbton = 131


    wird minimal grüner und ähnelt nun am ehesten meinem Technisat, obwohl Sättigung mancher Farbtöne geringer ist und einige etwas kälter. (Zum Test Farbsättigung von 125 auf 128 erhöhen ändert dies nicht. Die Dreambox ist eher analytisch, der Technisat ein Schönfärber.) Doch das Ergebnis kommt endlich echtem Analogbild nah.


    Sättigung = 126
    Kontrast = 130


    erhöht die Leuchtdichte. Trotzdem kommt man nicht exakt an die Technisat ran. Während helle Bildstellen auf der Dreambox etwas besser aufgelöst sind, sind es sehr helle Stellen schlechter. Zudem wird Gelb stärker Grün zugeordnet (der 417TV hat hier sowieso leichte Probleme). Das liegt auch nicht am von mir auf 1 erhöhten Grünanteil. Eine helle Wandlampe erscheint z.B. auf Technisat Hellweiß von etwas warmen Gelbtönen umgeben, während Dreambox sie nur Hellweiß auf minimal dunklerem Weiß abbildet, was schlechter erkennbar ist. Vermutlich ist die interne LUT gröber aufgelöst oder enthält einfach andere Werte.


    Manche Sendungen (z.B. ZDF "Aspekte") wirken auf der Dreambox blass/flau und zu dunkel (werden dort etwa neuerdings mitgesendete HDR-Parameter nicht ausgewertet?). Auf Analog-TV sah Aspekte bis zum Schluss ok aus.


    Leider kriegt man das impressionistisch facettierte Gekrümel in unscharfen Farbflächen nicht weg, weil es an Bitauflösung fehlt. Die Parameter "Block Noise-Reduktion", "Entferne digitale Konturen" und "Mosquito-Noise Reduktion" spachteln höchstens noch mehr mit Unschärfe zu und verbessern nichts erkennbar. Bei ÖR-Sendern hilft Umschalten auf deren freie HD-Version, doch ist der Ton leiser und man sollte davon nicht aufnehmen, weil das nur Speicherplatz frisst. Nicht HD ist Fortschritt, sondern SD ein Rückschritt gegenüber echtem PAL.
    :356:
    Ich habe aus Frust das Plugin "Bitrate Viewer" in der oberen Infobar installiert, damit man zumindest ahnen kann warum das Bild grade so mies ist. Leider läuft es nicht bei Videowiedergabe.


    Zoom-Taste für 4:3-Bild


    Doch eine wichtige Sache hab ich rausgefunden. Unter "Hotkey-Einstellungen" die Taste


    "grün (kurz)" = InfoBar/Letterbox-zoom


    setzen ermöglicht endlich das Vergrößern der unsäglich verpfuschten quadratischen 4:3-Ausstrahlungen (rundum schwarze Balken, z.B. "UFO" auf ARD-alpha), indem man "panscan" wählt. Leider schaltet die Taste vorher immer durch 2 nutzlose Modi. Auf 4:3 CRT machen nur "letterbox" (Vollbild) und "panscan" (Mitte vergrößern) Sinn; "bestfit" und "nonlinear" verzerren bloß. (Evt. können manche Fernseher mit echter SCART-Buchse die beiden anderen Bilder in der Höhe stauchen um die vertikale Auflösung (Zeilenzahl) und Leuchtdichte zu erhöhen. Doch mein Nokia 417TV braucht dafür einen Umbau.)


    Ich hatte den Hotkey vorher auf der "TV"-Taste, doch die beendet laufende Videowiedergabe, daher ist die unbelegte Taste "grün (kurz)" hierfür passender (allerdings bleibt sie bei Video wirkungslos). Bei langem Druck öffnet sie bereits ein Menü dafür, das jedoch zuviele unbrauchbare Einträge enthält. Ändert man versehentlich im dortigen Submenü die Auflösung, geht auch nach Rückschalten Letterbox garnicht mehr (Umschaltung wirkungslos); nur neu booten hilft.


    Videotext Bildformat ändern


    Der Tuxtext-Decoder stellt Videodtext horizontal sehr langgezogen da. Die Parameter verhalten sich sehr unintuitiv und stören sich leicht gegenseitig, sondass Zeichensalat entsteht. Dies sind meine Einstellungen (Bedienung & Oberfläche/Extras) für ein vertikaleres Format, das weitgehend dem Decoder des Nokia 417TV entspricht:


    Videotext-Zeichensatz und Auflösung = Expertenmodus
    Videotext UseTTF = 0
    Videotext TTFBold = 1
    Videotext TTFScreenResX = 720
    Videotext StartX = 086
    Videotext EndX = 0634
    Videotext StartY = 036
    Videotext EndY = 0536
    Videotext StartX = 086
    Videotext EndX = 0634
    Videotext TTFShiftY = 0
    Videotext TTFShiftX = 0
    Videotext TTFWidthFactor16 = 29
    Videotext TTFHeightFactor16 = 14
    Videotext CleanAlgo = 0


    Der Hardware-Decoder im 417TV baut das Bild schneller auf, speichert aber nur 4 Seiten. Tuxtext der Dreambox scheint in einige Seiten hochauflösende Elemente in zusätzlichen Farben einzufügen (z.B. bei "ZDF" ein oranges rundes ZDF-Logo), die kein Bestandteil des klassischen Teletext sind. Taste "Bucket rauf" = doppelte Schrifthöhe, "Bucket runter" blendet den Text auf verschiedene Weisen ins Bild ein. Mit der "Menu"-Taste, dann "2", dann "<-"/"->" kann man Videotext anderer Sender des selben Transponders lesen während der Sender weiter läuft, doch auf andere Tuner o.ä. zugreifen kann er wohl nicht.

    CYBERYOGI =CO=Windler


    Bildröhren-Connoisseur,VHS-Enthusiast,Keyboard-Hardwareforscher
    DM8000 per Panasonic NV-HD625 am Nokia 417TV (SVGA statt Ruckelflachi)


    Weltenschule.de

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  • Quote

    Original von CO_Windler
    Aber man muss noch immer zum 2. Sender zappen, dort 2x auf "blau" und mit "0" zurück zum vorigen Sender switchen um das PiP einzublenden. Echtes schnelles Weiterzappen im PiP geht nicht.


    :guckstdu: PIP mit GP4? (lass Dich vom GP4 hier nicht irritieren)


    Teletext @ dm8000: Denk dran, dass Du a) SWAP Speicher für die 8k einrichtest und b) das Caching im Teletext deaktivierst, ansonsten gibts "cannot allocate memory" Probleme. Siehe hierzu auch entsprechende Beiträge hier im Forum.

  • Swap-Speicher auf der Pestflatte hab ich. Mit Teletext habe ich kein Problem. Ich nutzte PiP bislang nur zum Test und nicht gleichzeitig.


    Schnitt-Editor spinnt - so überlebt man


    Viel mehr Ärger macht das interne Schnittprogramm der Dreambox, das oft Abstürze produziert. Insb. muss man das zu schneidende Video laufen lassen bevor man destruktiv schneidet, sonst versucht er stattdessen den Sendername des Live-TV zu schneiden, was natürlich versagt. Zudem darf man nach dem Schnitt (Popup-Requester erscheint) nicht "Wiedergabe an der letzten Stelle fortsetzen", da offenbar der Pointer der Widergabeposition nach dem Schnitt nicht mehr stimmt, sodass die Box dann per Bluescreen abschmiert und resettet.
    :scheisse:
    Allgemein wirkt das ganze so, als wenn da was mit Stack-Speicher durcheinander kommt (wie früher in Basic "RETURN without GOSUB"), denn nach Verlassen des angesehenen Films landet man statt im Live-TV oft erneut im selben Film, da offenbar Rücksprungpositionen sich verheddern und mehr als eine gespeichert wurde. Auch Schnittmarken kann man sinnvoll nur im MoviePlayer (mit "0") setzen, weil der Schnitteditor es oft nicht schafft, soeben gesetzte Marken wieder zu löschen oder manchmal auch keine setzt.


    Bei mehrfachen Druck auf Pause/Play kommt oft erst Bild ohne Ton, danach Ton+Standbild und dann brabbelt Ton zu schnell. Irgendwann fängt es sich wieder, doch oft muss man dazu vor und zurück springen, damit Bild+Ton wieder gemeinsam startet.


    Mittlerweile habe ich Routine, die Macken des Schnittsystems zu umschiffen, um es weitgehend ohne Crashs benutzen zu können. Der Ablauf geht im wesentlichen so:


    * Video abspielen
    * mit Zifferntasten und "0" Schnittmarken setzen bzw. falsche löschen ("<",">" spring zur nächsten)
    * während Video noch läuft 2x "PVR" drücken =>ins MovieCenter
    * "Schnitt-Editor" starten
    * Pauses drücken
    * mit auf/ab Markierungen wählen und mit "ok" Funktionen ausführen
    * vor Anfang des erwünschten Teils "Vor dieser Position entfernen"
    * an Schnittstellen mit "Schnitt hier starten" und "Schnitt endet hier" Werbung entfernen
    * nach Filmende "Nach dieser Position entfernen"
    * dann "Filmschnitt ausführen"
    * "Erweiterte Schnitteinstellungen" (Dateiname prüfen) + grün (ok) zum Schneiden
    * Frage "Wiedergabe an der letzten Stelle fortsetzen" = NEIN (sonst Absturz!)
    * "Exit" drücken bis Live-TV erscheint


    * "PVR" drücken =>ins MovieCenter
    * das geschnittene (kürzeren) Video prüfen (mit "<",">" zu Schnittmarken, Fehlt ein Stück?)
    * "PVR" drücken =>ins MovieCenter
    * gleichnamigen ungeschnittenes (längeres) Video löschen
    * geschnittenen Film ggf. umbenennen


    Wichtig ist, dass Schnittmarken nur an bestimmten Stellen (den I-Frames, ca. jede Sekunde) gesetzt werden können. Sind sie zu dicht dran, fehlt nach dem Schnitt ein Stück. Bei "Nach dieser Position entfernen" gehen sogar oft die letzten 2 Sekunden verloren =>letzte Schnittmarke entsprechend später setzen. Der Schnitt-Editor ist nicht genau, aber entfernt Werbung deutlich besser, als wenn man mit nur 1 VHS-Rekorder die Aufnahme bei Werbung nur manuell stoppen konnte (und oft zu spät weiter startete).


    Beim Umbenennen kommt man bei zu langem Namen oft mit dem Cursor nicht mehr zum Anfang zurück, da das Eingabefeld nicht mitscrollt. Somit muss man das Ende löschen damit der Anfang zurück ins Bild gelangt. Eingaben macht man mit Cursortasten+"OK" auf der Bildschirmtastatur. Selbst wenn man eine echte Tastatur hat, lässt sich der Cursor nur mit den Pfeiltasten auf dem Bildschirm steuern und die Eingabe mit dortigem "OK" beenden. (Statt solchem Unfug, sollte lieber vor der Eingabe 1x gefragt werden ob eine physische Tastatur vorhanden ist, beim 1. echten Tastendruck sollte die Bildschirmtastatur ausblenden.) Zu lange Filmnamen werden zudem im Directory des MovieCenter nicht komplett angezeigt (je nach Schriftgröße fehlt das rechte Stück). Hier müsste der per Cursor ausgewählte Name entweder eigenständig langsam scrollen, oder in einem Sichtfeld (z.B. 3 Zeilen statt der Überschrift "Movie Center") komplett angezeigt werden, oder die Cursorzeile sollte zu einer mehrzeiligen Textbox werden.


    Wichtig: Der Filmname ist nicht identisch mit dem echten Dateiname (i.a. Datum+Name+irgendwas mit Endung "cut"). Schneidet man eine Aufnahme mehrmals (z.B. in verschiedene kurze Clips), muss der echte Dateinamen (kleines Eingabefeld in "Erweiterte Schnitteinstellungen") jeweils geändert werden, da bei existierender gleichnamiger Datei der Schnitt fehlschlägt. Auch muss man im Schnittprogramm erst alte Schnitte löschen (was manchmal versagt), damit man anderen Stellen per MoviePlayer erreichen, markieren und dort neu schneiden kann.


    Ich weiß nicht ob außer mir überhaupt jemand intensiv diese Abscheulichkeit nutzt. Ich hoffe dass meine Beschreibung für etwas gut ist (und wenn nur als Bug-Report). Hätte "vi" eine 10 auf der Skala der unbedienbarsten Programme, verdient dieses Machwerk mindestens eine 8 (mit dem Unterschied dass vi insich schlüssig durchdacht war; das hier ist bloß buggy).
    :flop: :flop: :flop: :flop: :flop: :367:

    CYBERYOGI =CO=Windler


    Bildröhren-Connoisseur,VHS-Enthusiast,Keyboard-Hardwareforscher
    DM8000 per Panasonic NV-HD625 am Nokia 417TV (SVGA statt Ruckelflachi)


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    Edited 6 times, last by CO_Windler ().

  • Sehr schön was du alles hier über die 8000 schreibst, dein Rachefeldzug gegen Flachbildschirme kannst du dir sparen.


    Im Süßwarenladen schmecken auch nicht immer die buntesten Bonbons, und wenn du Qualität haben willst, dann muss man schon einmal in die Tasche.


    Ich bin froh, das der analoge Dreck endlich abgeschaltet ist, denn der müllt nur das Kabel zu.


    Leider muss man sich immer noch, mit zwar digiatalen, aber SD Programmen rumärgern, warte schon sehnsüchtig darauf, dass das Gegriesel auch abgeschaltet wird.


    Ansonsten sind deine Ausführungen incl. Bugreport sicherlich im Herstellerforum noch besser aufgehoben.


    Zum Schluß mal ein Zitat von deiner Webseite


    Zitat Anfang:


    Ich bin Lehrmeister der LOGOLOGIE.
    Logologie ist eine Religion der Vernunft; sie ist frei von Verteufelung


    Zitat Ende


    Ganz so eng nimmst du das mit deiner Religion wohl nicht, oder was haben dir die Flachbildschirme getan.



    Aber gut, ich bin Anhänger mehrerer Religionen und Götter.
    U.a. liebe ich die Waffelreligion und grüße alle, die einen an der Waffel haben ;)

    Gruß aus Lünen


    TeHC


    DM 920 UHD, DM 7080HD, DM 820HD, DM 500HD, 2x dBox2, Qnap TS-531X (5x3TB)

  • Es gibt genug ewig gestrige.
    Aber er hat schon Recht, am Anfang waren die FlatTV auch unter aller Sau.


    Das hat sich jedoch geändert und keine Röhre kann damit heute noch mithalten.

    DM920UHD-S-C 2TB, DM7080SSCC 2TB/1TB, DM One S-C 2TB, LG OLED65B7D, Denon AVR-4000X,55LX9500. Yamaha RX-V685, Synology DS212J 6TB, ATC2TB,DS214-Play 8TB DX213 6TB

  • Quote

    Original von CO_Windler
    ...Bildgeschmier von Ruckelflachis speiübel wird; auch Kurzlebigkeit, Kopierschutz, Überwachungswahn und WLAN-Strahlung waren das KO-Kriterium. [/code]


    Interessant, vor allem die WLAN Strahlung. ;)
    Hast Du vielleicht die letzten 15 Jahre im Koma gelegen?
    Irgendwas musst Du auf jeden Fall verpasst haben.

    Nicht jeder Käse kommt aus Holland...
    „Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“ K.T.

    Edited once, last by phelbes ().

  • Quote

    Original von phelbes
    Interessant, vor allem die WLAN Strahlung. ;)
    Hast Du vielleicht die letzten 15 Jahre im Koma gelegen?
    Irgendwas musst Du auf jeden Fall verpasst haben.


    ja, und zwar die ganze Propagandalawine der Industrie, die dem Volk offensichtlich erfolgreich das Gehirn gewaschen hat. :spinner:


    Zellschäden an Neuronen (Krebs, Durchlässigkeit der Blut-Hirnschranke etc.) durch gepulste Mikrowellen wurden in zahlreichen Laborversuchen reproduzierbar nachgewiesen (sicht- und photographierbar unterm Mikroskop). Auch die WHO schließt karzinogene Wirkungen nicht aus.


    Die irrige Vorstellung, dass bei Gesundheitsschäden durch Elektrosmog nur thermische Wirkungen eine Rolle spielen ist längst widerlegt. Z.B. können Funkwellen geeigneter Frequenz durch Resonanzanregung DNA oder Chromosomen zerbrechen, oder die Ausschüttung von Botenstoffen massiv verändern. Ebenso wirken Zellen und komplexe Gewebeanordnungen im Körper wie Schlechte Linsen, die insb. Mikrowellen je nach Einstrahlrichtung und Frequenzgemisch unterschiedlich fokussieren und so die biologische Schadwirkung erheblich verstärken können (Freakwave-Effekt ähnlich Monsterwellen im Meer). Hirnschäden, Krebs und Embryoschäden können z.B. die Folge sein. Solche Dinge bleiben bei Test an wassergefüllten Körperdummies oder flachen Zellkulturen komplett unberücksichtigt, da die Situationen labortechnisch schwer reproduzierbar sind. Doch Phänomene wie tote und missgebildete Kälber in der Nähe von Funkanlagen sind hinlänglich bekannt.


    Jedoch arbeiten 98% aller Erforscher der Wirkungen von WLAN- & Mobilfunkstrahlung FÜR diese Industrie, daher wird Kritik an diesem goldenen Kalb des Fortschrittsglaubes systematisch unterdrückt. Der IQ der Bevölkerung in technisierten Ländern sinkt seit Mitte 1990er auf "unerklärliche Weise" synchron mit Anstieg der Mobilfunkanschlüsse. Stattdessen schiebt man es zur Ablenkung auf hormonwirksame Substanzen wie Pestizide und Weichmacher (SuchMa: "Unser IQ sinkt seit rund 20 Jahren: Forscher sehen erschreckenden Grund") statt die wahren Ursachen zu erkennen. Die Mobilfunkindustrie optimiert zwar intensiv Handygehäuse um Strahlungsabgabe Richtung Kopf zu minimieren, doch dient dies offiziell immer nur der verlängerten Akkulaufzeit (Verschwendung von Sendeenergie), denn dass nichtthermische Wirkungen ähnlich verheerende Nebenwirkungen wie einst Contergan haben könnten, wäre profitschädlich und ist daher mit allen Mitteln der Desinformation lächerlich zu machen. Denn zwecks Totalüberwachung der Bürger (Stichwort: Maut, autonomes Fahren, INDECT) macht sich selbst die Politik von dieser Strahlenquelle unentrinnbar abhängig. Als eigenständig denkender Mensch Gegner solcher Technologien zu sein hat handfeste Gründe.


    Und ich habe keinen stumpfen Hass auf Flachfernseher. Die Dinger sind mittlerweise durchaus erträglich (keine Tennisball-Kometenschweife mehr) und Farbwiedergabe lässt sich selbst bei Billigmodellen erstaunlich detailliert per Menü feinjustieren. Auch Helligkeit lässt sich runterdrehen. Nur Latenz (interaktive Sachen wie Gaming) und manches Scrolling ist durch zuviel vorgeschaltete Rechnerei beim Flachglas wirklich schlechter - künstliche Zwischenschritte die echtes CRT-TV einfach nicht braucht! Mich ärgert daher, dass die Bildröhre einfach so als "veraltet" aus der Weltgeschichte gewischt werden soll, und alle Hersteller so tun, als würde TV ohne werbeträchtiges 2000PQI 8K HDR prinzipiell abscheulich aussehen, nur um der Menschheit immer neue totalüberwachte Teleschirme mit per Clouddienst-Existenzdauer eingebautem Verfallsdatum unterschieben zu können.

    CYBERYOGI =CO=Windler


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    Original von CO_Windler
    . Z.B. können Funkwellen geeigneter Frequenz durch Resonanzanregung DNA oder Chromosomen zerbrechen, oder die Ausschüttung von Botenstoffen massiv verändern.


    Wie du schon selbst schreibst, "Funkwellen geegneter Frequenz!", d.h. nicht, dass die Frequenz von WLan so schädlich ist.
    Es gibt auch Laser die schädlich sind, trotzdem werden sie z:B in Laserpointern verbaut.



    Quote

    Original von CO_Windler
    Und ich habe keinen stumpfen Hass auf Flachfernseher.


    Das las sich in deinem ersten Post aber anders, und ich glaube das immer noch.


    Quote

    Original von CO_Windler
    Die Dinger sind mittlerweise durchaus erträglich


    Und genau das sind CRTs eben nicht mehr



    Quote

    Original von CO_Windler
    Mich ärgert daher, dass die Bildröhre einfach so als "veraltet" aus der Weltgeschichte gewischt werden soll


    Die sind mehr als veraltet und ökologisch gesehen Dreck, was würde wohl ein 65 Zoll CRT an Strom verbrauchen?


    Ich mag mir auch überhaupt nicht die Dimensionen eines 65 oder 75 CRTs vorstellen,
    ich möchte auch noch etwas anderes in meinem Wohnzimmer stehen haben
    Wie sollte der wohl transportiert werden.



    Quote

    Original von CO_Windler
    und alle Hersteller so tun, als würde TV ohne werbeträchtiges 2000PQI 8K HDR prinzipiell abscheulich aussehen, nur um der Menschheit immer neue totalüberwachte Teleschirme mit per Clouddienst-Existenzdauer eingebautem Verfallsdatum unterschieben


    Das ist doch Systemkritik, das weißt du doch auch, dass das Kappes ist.
    Diesen Werbeunfug betreiben doch alle Hersteller, und nicht nur die Elektronikfirmen.

    Gruß aus Lünen


    TeHC


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  • Wer was riesiges will, für den ist CRT natürlich nichts.


    Ab ca. 68cm 4:3 werden die Dinger unhandlich, und im Schlepptop (Stichwort Osborne PC, Commodore SX64) wären die definitiv nicht so toll. Vielleicht bin ich manchmal etwas polemisch, aber das ist eher wie bei A- gegen E-Gitarre; was z.B. zwischen Fußballfanclubs an gegenseitigen Titulierungen läuft ist wesentlich hasserfüllter.


    Curved-TV sind ja so aerodynamisch - wenn ein Rockstar die aus dem Fenster schmeisst, verfehlen die den Hotelpool und segeln glatt drüber weg... ;)


    Aber Curved-TV sind ein klarer Fall von Nichtfortschritt und eher als Designobjekt einzustufen. Höchstens auf einem großen Tisch mit PC-Lenkrad davor, könnten die am Fahr- oder Flugsimulator durchaus Spaß machen. Aber dass man die heute nichtmal mehr in 3D kaufen kann, ist wieder völlige Kommerz-Willkür.

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    Original von CO_Windler
    Aber Curved-TV sind ein klarer Fall von Nichtfortschritt und eher als Designobjekt einzustufen.


    Ja und, so what, genau das sind sie, Designobjekte, wem es gefällt, der kann sie ja kaufen.
    Aber das ist doch kein Grund den technischen Fortschritt zu boykottieren oder so wie du, ihn derart in Frage zu stellen und vollkommen veraltete Technik zu heroisieren.


    Die Industrie bietet eben für jeden Trottel mit Geld etwas an.


    Und das ganze noch mit gegenseitigen Titulierungen von Fussballfans zu untermauern
    und damit deine polemischen Argumente zu verifizieren.


    Bei Preppern und Verschwörungstheoretikern findet man auch immer solche irrwitzigen Verifizierungen.
    Wenn die eine Sache so oder so ist, warum soll das dann nicht auch mein Argument so oder so richtig sein.


    Gähn, gähn, gähn


    Ist eh alles OT hier, da bin ich raus

    Gruß aus Lünen


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    Original von TeHCUnd das ganze noch mit gegenseitigen Titulierungen von Fussballfans zu untermauern und damit deine polemischen Argumente zu verifizieren.


    Bei Preppern und Verschwörungstheoretikern findet man auch immer solche irrwitzigen Verifizierungen...


    Ich bin kein populistischer Pegidiot, der schwerst menschenverachtenden Hass predigt und bei daraus folgender Androhung von Beleidigungsklagen das ganze grundsätzlich systematisch als "Ironie" verkauft und dann nach dem Recht auf freie Meinungsäußerung schreit.


    Mobilfunk ist (durch hirnschädliche Strahlung und per Totalüberwachung ermöglichter Filterbubble und personalisierter Zensur) eine der größten Menschheitsgefahren unserer Zeit. Davon bin ich vollinformiert fest überzeugt und werde dies auch keinesfalls abwechselnd wahlweise als "Ironie" verkaufen um damit in irgendwelchen Kreisen effektiver Profit machen zu können.


    Flachfernseher sind als solche (Bauform, Größe, Bildqualität) wesentlich harmloser, obwohl sie als Bestandteil der gleichen Überwachungsinfrastruktur (oft mit Webcam, Mikro und WLAN) direkt ins Wohnzimmer zurück starren. Der mündige Verbraucher muss das Grundrecht behalten, Quotenerfassungs-Maßnahmen generell oder pro Sendung deaktivieren zu können. Wenn man im TV z.B. eine als grob unethisch empfundenen TV-Serie (z.B. eine Folter-Gameshow mit Kandidatenmissbrauch durch Körperverletzung für Schadenfreude) aus intellektuellen Gründen zuende sehen will, darf dies auf keinen Fall (wie beim Kinderporno-Effekt im Internet) vollautomatisch als Auftrag an die Hersteller ausgewertet werden, eine weitere Staffel des menschenfeindlichen Machwerks zu produzieren (weil dies weiteres Leid bewirkt!). Sendung sehen und Rückmeldung dürfen nicht technisch untrennbar gekoppelt werden. Dass der Durchschnittsnutzer vom Konzept solcher Geräte her weder erfahren noch verhindern können soll, an wen sein Teleschirm wann welche Daten sendet, ist ein Verbrechen gegen DSGVO und das Recht auf Datensparsamkeit. Erst mit zwischengeschalteter Router-Firewall (RasPi Pi-Hole o.ä.) und Beseitigung des WLAN-Moduls (sowie ggf. Webcam und Mikro) sind derzeit handelsübliche Smart-TV gefahrlos online verwendbar. Doch das hat nichts damit zu tun, dass diese Fernseher flach sind, oder welche Bildqualität sie haben.

    CYBERYOGI =CO=Windler


    Bildröhren-Connoisseur,VHS-Enthusiast,Keyboard-Hardwareforscher
    DM8000 per Panasonic NV-HD625 am Nokia 417TV (SVGA statt Ruckelflachi)


    Weltenschule.de

    Edited 6 times, last by CO_Windler ().

  • So etwas nennt man paranoia. Überall wird das Böse und die Bösen gesehen.
    Aber bitte, jedem seinen Spaß

    DM920UHD-S-C 2TB, DM7080SSCC 2TB/1TB, DM One S-C 2TB, LG OLED65B7D, Denon AVR-4000X,55LX9500. Yamaha RX-V685, Synology DS212J 6TB, ATC2TB,DS214-Play 8TB DX213 6TB

  • Quote

    Original von dreambox66
    So etwas nennt man paranoia. Überall wird das Böse und die Bösen gesehen.


    Das ist keine Verschwörungstheorie - die Praxis hat längst begonnen! Cambridge Analytica + Trollfabriken wählten in der Facebook-Filterbubble per personalisierten Fakenews Trump an die Macht. Aber es braucht garnicht sowas großes sein. Die Folgen können jeden von Euch treffen!


    Auf der Dreambox aktiviert sich HbbTV nur auf Knopfdruck. In den meisten Smart-TV läuft es ständig im Hintergrund mit, und schickt ggf. jeden Klick und Druck auf die Fernbedienung ins Netz. Und das geht nicht bloß an den jeweiligen Sender; da HbbTV-Graphik vieler Modelle zwecks weniger CPU-Last per Clouddienst bei Opera gerendert wird; laufen in deren Datenzentren die Zuschauerdaten aller Sender zentralisiert zusammen.


    Ihr denkt Euch jetzt sicher, wem schadet schon Überwachung durch Medienkonzerne? Das dient doch bloß Quotenerfassung und personalisierter Werbung... Doch die hat weit dunklere Seiten als "nur" personalisierter Anstiftung zur Kaufsucht bei Kunden mit zuwenig Geld. Wenn Bigdata-KI aus dem Kauf- und Medienkonsumverhalten z.B. schlussfolgert, dass dieser Zuschauer mit 60% Wahrscheinlichkeit als Hooligan auf Veranstaltungen randalieren oder betrunken Ärger machen wird, kann es sehr schnell passieren, dass er über ein für ihn interessantes Rockkonzert immer erst 2 Tage nach dessen Ende informiert wird, oder beim Versuch des Online-Ticketkaufs fürs Konzert oder Fußballspiel einfach leer ausgeht, weil für ihn auf magische Weise immer alle Tickets des Medienkonzernverbunds vergriffen sind. Solche "Nudging"-Maßnahmen gegen unerwünschte Kunden gibts nicht nur in China (SuchMa: "Citizen Score", Sozialkredit), sondern existieren z.B. bei Reiseportalen nachweislich auch bei uns, sodass z.B. bestimmte Hotels bei potentiell unerwünschten Kundengruppen (z.B. zuviele Kinder, Querulanten, Schreiber negativer Hotelbewertungen, oder bloß wohnhaft in sozialen Brennpunkten) erst garnicht oder nur zum Mondpreis im Suchergebnis auftauchen. Auch angezeigte Preise in Onlineshops sind bewiesenermaßen umso höher, je teurer und neuer das verwendete Smartphone ist.


    Schaut man im Smart-TV zuviele Sendungen über Explosionen (Actionfilme, Mythbusters & Co) gemeinsam mit Al Jazeera oder patriotisch türkischen Sendern, und jemand in der Familie bestellt dann zufällig den falschen Dünger oder Unkrautmittel und 3 gleiche Quartzwecker, kann es sehr schnell passieren, dass plötzlich des Nachts ein SEK-Kommando zur Terrorabwehr durch die Hauswand Euer Schlafzimmer betritt, vorsorglich den Hund erschießt und mit Pech Euch gleich mit, falls die Spielzeugpistole des Kindes neben dem Bett zufällig zu echt aussieht...


    Bestimmte Formen von Bigdata gehören generell verboten, und dagegen verstoßende Onlinegeräten (wie werksverwanzte Smart-TV) ist als "unsicheres Produkt" im Sinne des Datenschutzes (analog zum VDE) das CE-Zeichen zu verweigern, damit als Neuware ein Verkaufsverbot gilt. Denn das ist leider die einzige Sprache, die Großkonzerne respektieren (oder auch nicht - siehe Abgasskandal und die Schwierigkeit des Auffindens illegaler Softwaretricks).


    Ich verlange nicht, dass die ganze Welt zur Bildröhre zurückkehren muss; wie flach der Fernseher ist, hat nichts damit zu tun.

    CYBERYOGI =CO=Windler


    Bildröhren-Connoisseur,VHS-Enthusiast,Keyboard-Hardwareforscher
    DM8000 per Panasonic NV-HD625 am Nokia 417TV (SVGA statt Ruckelflachi)


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  • Hi @ all!


    @ CO_Windler


    Junge...was stimmt mit dir nicht? :spinner:


    Hockst wahrscheinlich nur in deinem Kabuff voller Elektroschrott und hegst diese Weltuntergangsgedanken aus! :rolleyes:


    Geh einbischen an die frische Luft! Das tut dir bestimmt gut!


    MfG
    Pred@tor

  • In Sachen "Leichfertigkeit bei der Datenübermittlung" bin ich 100% bei dir.


    Ich kann nicht verstehen, dass sich die Leute keinerlei Gedanken darüber machen. Sie unternehmen nicht nur nichts gegen den "heimlichen" Datenabgriff, nein, sie geben auch noch freiwillig alle möglichen Daten einfach her.


    Die Quittung wird folgen. Die meisten haben nicht den Hauch einer Ahnung, was mit diesen Daten alles heute schon möglich ist. Wenn sie es irgendwann realisieren wird wahrscheinlich das große Jammern einsetzen. Dann ist es freilich viel zu spät.

    Grüße
    ...jp


    DM900 / OE2.5 Experimental ... und sehr glücklich damit :)

  • Quote

    Original von Pred@tor
    Junge...was stimmt mit dir nicht? :spinner:


    Danke gleichfalls! Zugegeben, mein SEK-Beispiel war etwas drastisch. Aber seid Ihr wirklich so naiv Euch hier einzubilden, dass Euch Bigdata sowieso nicht betrifft?!


    Wer es hier z.B. schafft Pay-TV (ist nicht mein Ding) ohne Abo helle zu machen, dann überträgt Eure Dreambox jedesmal den kompletten Transportstream des Senders per HDMI zum Smart-TV. Der decodiert ggf. ganz serienmäßig die in den eingebetteten AIT-Daten enthaltenen URLs und schickt Eure IP-Adresse so zum Sender. (HbbTV telephoniert nach Hause!) Und schon gleicht der Medienkonzern statistisch per Datenbank ab, ob der Besitzer des Geräts wohl wirklich ein Abo hat - falls nicht, lässt irgendwann Magenta die Hunde raus, und Ihr solltet Euch lieber Gedanken machen, ob das leise Klicken das Ihr hört wirklich aus der Festplatte Eurer Dreambox stammt - oder sind es vielleicht doch schon die Handschellen der Cops hinter Euch?!? :rolleyes:


    Wenn Ihr Euch nun wundert, woher der Pay-TV-Anbieter wissen kann wer vor dem TV sitzt, der seine Geräte-ID (Seriennummer) u.ä. Vertraulichkeiten doch scheinbar nur an den Hersteller sendet. Der will - damit sich sein Flachglas verkauft - natürlich vorinstalliert neueste Apps der Bezahlportale bekannter Medienkonzerne; deren Unterstützung kostet Lizenzgebühr, und bezahlt wird gern mit Daten (ist auch steuerlich günstiger). Hat der Pay-TV-Anbieter somit die Geräte-ID des Schwarzsehers, greift er auf die Firmware zu, und schon heissts "Bitte Lächeln! - Willkommen zur versteckten Kamera." - denn die sitzt im Gehäuserand und lächelnd sieht Euer Steckbriefbild ja so viel schöner aus...


    Und wer sich schon immer fragte, wieso jedes Online-Gerät vorinstalliert eine Wetter-App hat (z.B. Windows 10 und sogar das "Open ATV"-Image meiner Dreambox!) - Da IP-Adressen räumlich ungenau zu tracken sind und GPS im Wohnzimmergerät doch etwas seltsam wäre (und ein paar Cents extra kostet), hofft man so auf die Dummheit der User. Damit nämlich die Wetteranzeige schön genau wird, trägt jemand aus der Wohnung bestimmt irgendwann den exakten Standort mit Anschrift ein (Ich fasse nicht in diese Bärenfalle.) - die landet in der Cloud und schon hilft nichtmal mehr ein Router mit Tor. Der Anbieter hat sie, und der Tor sitzt nun davor! Wie lange noch lässt der Anbieter ihn gewähren?? - Solange wie die erwartete Kosten-Nutzenrechnung insgesammt (mit Werbekonsum, App-Käufen etc.) irgendwie positiv ist. Falls nicht, lässt Magenta die Hund los - Klick macht die Schelle und blauer als der Shopmode des HDR1000 QLED-TV gleisst durch die Nacht nur das Licht oben auf dem Wagen der ihn abführt... :(
    :336:
    (Und nein, ich bin kein Copyright-Fascho. Auch ich zweifle an, dass Hollywood-Blockbuster immer redlich verdientes Geld sind. Ein Werbetat von Hunderten Mio $ dafür ist eine ungeheuer monströse Brainwashmacht, die oft nur zur Verblödung der Menschheit beiträgt statt zum Denken anzuregen und kulturell zu bereichern. Seinem Karma kann niemand entgehen, Bigdata hingegen schon.)

    CYBERYOGI =CO=Windler


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