Kartellamt will Pay-TV-Rechte an Bundesliga aufteilen

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    Original von Top55
    Und wer sagt, dass nicht die öffentlich rechtlichen da mit machen, dann kostet es nur die eh bezahlte GEZ?


    Weil die KFE ein Auge drauf hat.

  • Neuer Verteilungsschlüssel der Bundesliga-TV-Gelder


    Mit der Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga ab der Spielzeit 2017/18 könnte nicht nur die Einführung der "No Single Buyer Rule" verbunden sein, auch ein neuer Verteilungsschlüssel für die TV-Gelder ist geplant.



    Mit der dieses Jahr anstehenden Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga ab der Spielzeit 2017/2018 sollen drastische Veränderung einhergehen, von denen sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) mehr Einnahmen erhofft. Neben neuen Konzepten zur Vergabe der TV-Rechte, darunter auch die Einführung der "No Single Buyer Rule", will die Liga aber auch an der Verteilung der eingenommenen Gelder schrauben. So soll die DFL laut "Bild"-Informationen eine Fussball-Revolution planen, die auch einen neuen Verteilungsschlüssel für die eingenommenen TV-Gelder zwischen 1. und 2. Liga vorsehen könnte.


    Derzeit erhält die 2. Liga 20 Prozent der Einnahmen aus der TV-Vermarktung, in der laufenden Saison sind das 142 Millionen Euro. Dies könnte sich aber in Kürze ändern: Unter Berufung auf ein Geheimpapier der Liga mit dem Titel "zukünftige strategische Ausrichtung der Bundesliga" berichtet die "Bild" von derzeit drei Verteilungsmöglichkeiten. Die ersten beiden Varianten gehen dabei davon aus, dass die Erlöse aus den TV-Rechten auf die gewünschte eine Milliarde ansteigen. In der ersten Alternative würde die 2. Liga wie bisher zu 20 Prozent an den Einnahmen beteiligt, was bei dieser Summe rund 200 Millionen Euro entsprechen würde. In einer zweiten Variante würde die Beteiligung der Zweitligisten in diesem Fall bei der Summe eingefroren, die sie bisher erhalten, bei 142 Millionen Euro. Ein Szenario, das bei den Klubs für Verstimmungen sorgen würde.

    Eine dritte Alternative sieht dagegen eine flexible Beteiligung der 2. Liga vor, die 15 Prozent der eingenommenen Summe aber nicht unterschreiten darf. Ferner sollte den Zweitligisten als Mindestsumme ihr Niveau von 2016/17 garantiert bleiben, also die 142 Millionen Euro. Bei steigenden Einnahmen soll auch die 2. Liga mehr vom Kuchen abbekommen.

    Der Verteilungsschlüssel der Bundesliga-TV-Erlöse hatte schon im letzten Jahr für heftige Debatten sorgt, in denen große Klubs wie Bayern München mit dem Ausstieg aus der Zentralvermarktung der DFL gedroht hatten. Das der "Bild" vorliegende Strategiepapier soll das Ergebnis eines Meinungsaustausches zwischen den Profiklubs sein, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga gestärkt werden soll und das neben dem Verteilungsschlüssel für die Einnahmen aus der TV-Vermarktung weitere tiefgreifende Veränderungen für die Bundesliga bringen könnte. Nach "Bild"-Informationen soll eine teilweise Umsetzung des Strategiepapiers seit der Vorstandssitzung der Liga feststehen, beschlossen werden sollen die Änderungen im April.


    [UPDATE: 12. Februar 2016, 11:30 Uhr]


    Die Deutsche Fußball Liga gab nun bekannt, dass eine Entscheidung zu dem Verteilungsschlüssel zwischen 1. und 2. Liga noch nicht gefallen sei. Vielmehr sei mit dem entsprechenden Entscheid erst nach der Ende der TV-Ausschreibung zu rechnen.


    Quelle: df

  • DF-Umfrage: Zwei Pay-TV-Abos für die Bundesliga?


    Die TV-Rechte der Fußball-Bundesliga könnten zukünftig auf mehrere TV-Anbieter aufgeteilt werden. Das könnte auch zwei Pay-TV-Abos bedeuten. Die Bereitschaft der Leser von DIGITAL FERNSEHEN dafür hält sich jedoch in Grenzen, wie unsere Umfrage ergab.



    Noch hat der Bieterwettstreit um die TV-Rechte der Fußball-Bundesliga ab 2017 nicht begonnen, der Plan des Bundeskartellamts zur Einführung einer "No Single Buyer Rule" sorgt jedoch für Spekulationen. Schließlich würde das bedeuten, dass nicht mehr ein Anbieter, wie aktuell Sky, alle Spiele der Bundesliga live zeigen könnte, sondern die Spiele auf mindestens zwei Anbieter verteilt werden müssten. Für die Zuschauer hieße das, für alle Spiele weitere Abos abschließen zu müssen, eventuell sogar zwei Pay-TV-Abos. Ein Gedanke, mit dem sich nur die wenigsten Leser von DIGITAL FERNSEHEN anfreunden können, wie unsere Umfrage ergab.


    Gerade einmal 2,8 Prozent sind ohne Zweifel bereit, für die Bundesliga zwei TV-Abos zu bezahlen. Sich dem Schicksal fügen, obwohl die Aussicht auf Mehrausgaben die Zuschauer nicht begeistert, würden nur 3,5 Prozent der Teilnehmer.

    Die Möglichkeit, sich zunächst die Angebote der künftigen übertragenden Sender anzusehen und sich dann für das interessantere TV-Abo zu entscheiden, würden 11,5 Prozent der Leser in Betracht ziehen. Sollte Sky auch weiterhin den größten Teil der Rechte behalten, würden 12,6 Prozent dem Pay-TV-Anbieter weiterhin die Treue halten.

    Ob eine Investition in die Bundesliga und damit ein TV-Abo bei einer Aufteilung der TV-Rechte noch Sinn macht, stellt dagegen ein Drittel der DIGITAL-FERNSEHEN-Leser in Frage. Der größte Teil der Teilnehmer, nämlich 36,7 Prozent, gab jedoch kund, sich überhaupt nicht für die Bundesliga zu interessieren und dass es ihnen egal sei, wer die Rechte zugesprochen bekommt.

    An dieser Umfrage nahmen 1480 Leser von DIGITAL FERNSEHEN teil.


    Quelle: df

  • Neuer Sportrechte-Chef kämpft für Sky um Bundesliga-Rechte


    Kurz vor Start der Ausschreibung der Bundesliga-TV-Rechte hat Sky Deutschland einen neuen Chef für den Erwerb von Sportrechten benannt. Neben den Sportrechten ist Hans Gabbe auch für einen neugeschaffenen Geschäftsbereich verantwortlich.


    Noch befinden sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) und das Bundeskartellamt in Gesprächen über die Ausschreibung der TV-Rechte an der Bundesliga ab 2017. Während sich mit Eurosport und RTL immer mehr Anbieter für die Rechte interessieren, stellt sich Sky Deutschland für den Kampf um die Vergabe neu auf. Hans Gabbe ist beim Pay-TV-Anbieter ab sofort für die Akquise der Sportrechte zuständig.


    Der 41-jährige Jurist folgt als Senior Vice President Sports Rights dem im laut Sky gegenseitigen Einvernehmen ausgeschiedenen Volker Winter. Neben den Sportrechten verantwortet Gabbe künftig auch den neuen Geschäftsbereich "Sports Commercialization". Hierbei sollen alternative Erlösmodelle im Sport entwickelt sowie Möglichkeiten zur Verwertung und Ausrichtung von Sportrechten gefunden werden.

    Der Geschäftsführer Legal, Regulatory und Distribution, Dr. Holger Enßlin, glaubt an eine erfolgreiche Zusammenarbeit: "Hans Gabbe hat in den letzten Jahren eine maßgebliche Rolle bei Verhandlung und Erwerb wichtiger Übertragungsrechte für Sky gespielt und ist auch der richtige Mann, um den in Kürze anstehenden Vergabeprozess zu den Bundesliga-Rechten erfolgreich mitzugestalten."


    Quelle: df