Kaufempfehlung NAS für Dreambox

  • Hallo Zusammen,


    ich möchte gerne mein mittlerweile in Jahre gekommenes ReadyNAS Duo ersetzen und bräuchte eine Kaufempfehlung. Dort laufen zwei 1TB Platten im Raid 1 Betrieb und der Platz wird knapp.


    Aktuell habe ich nur archivierte Filme und Musik auf dem ReadyNAS, welche ich mir über die Dreambox anschaue. Bisher immer nur relativ einfach über den Dream Explorer. Seit ein paar Tagen habe ich mir aber eine Datenbank mit VideoDB eingerichtet.


    Zukünftig würde ich auch gerne die Filme von der Dream auf dem NAS aufnehmen. Die Verbindung von der DM8000 zum NAS erfolgt ausschließlich über Netzwerk, so dass die Dream mit 100MBit den Flaschenhals bildet. Ist das ein Problem für die Aufnahme und gleichzeitiges schauen?


    Da das NAS in einem separaten Raum steht ist die Lautstärke relativ egal. Es sollte halt stabil sein und eine gute Benutzeroberfläche bieten.


    Zusätzlich würde ich gerne was zukunftssicheres und frage mich, was es noch benötigen würde. Macht es z.B. Sinn dieses als Plex Medienserver zu nutzen und dann über die Dreambox Filme zu schauen?


    Gibt es NAS die irgendwelche Streamingservices unterstützen?


    Wie organisiert bzw. nutzt Ihr das NAS in Verbindung mit der Dreambox?


    Vielen Dank im voraus!


    Beste Grüße,


    Ernie

    Beste Grüße,


    Ernie


    Dreambox DM8000 HD SS - Samsung HD502HI 500 GB - 2GB CF - Merlin3
    Dreambox DM500 HD - OoZooN OE 2.0
    XTrend ET4000 - OpenPLi 4.0

  • gibt da 2 die oft verwendet werden:


    synology oder qnap


    eigenbau ist auch möglich


    am besten mal bei die hersteller auf die websieten schauen, weil es gibt da viele möglichkeiten, und heute bieten diese systeme viele features



    weis nicht wie es ist bei qnap, bei http://www.synology.com gibt es auch eine möglichkeit um sich auf ein "demo-system" an zu melden, da bekommst du dann einen eindruck von die bedienungsoberfläche

  • Ich nutze einen Eigenbau mit Openmediavault. Läuft super!

  • Vielen Dank schonmal für die Infos.


    Der Eigenbau war für mich neu klingt auch interessant. Was wären denn die Vorteile von einem Eigenbau und welche Hardware hast Du verwendet.


    Da ich auch meine Dokumente auf dem NAS habe, verwende ich den ja als Raid1, was natürlich die Schreibgeschwindigkeit beeinträchtigt. Von daher wäre die direkte Aufnahme von der Dreambox doch eher problematisch, oder?


    Wie habt Ihr Eure NAS konfiguriert bzw. gibt es eine Alternative, wie z.B. die regelmäßige Datensicherung auf der zweiten Platte?

    Beste Grüße,


    Ernie


    Dreambox DM8000 HD SS - Samsung HD502HI 500 GB - 2GB CF - Merlin3
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    Edited once, last by Ernie1973 ().

  • erstens: RAID ist kein backup


    und bei ein NAS kann man auch automatisch backup auf eine andere festplatte machen
    (das geht sogar mit eine dreambox)


    und da ist eher die vernetzung ein bottleneck


    wie ist alles bei dir vernetzt? (lan / wlan / dlan / ...)

  • Bschaar: Die Spiegelung durch RAID ist für mich schon ein Backup, zumindest gegen einen Festplattencrash. Wichtige Daten werden zusätzlich noch auf meinem lokalen Rechner gespeichert.


    Ich habe alles mit GBit LAN vernetzt.


    Wie würdest Du das System den aufbauen?

    Beste Grüße,


    Ernie


    Dreambox DM8000 HD SS - Samsung HD502HI 500 GB - 2GB CF - Merlin3
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  • ein RAID ist kein Backup ...


    Wenn du ein Hardware RAID betreibst und der Controller ausfällt, kommt du nur über den gleichen RAID Controller an die Daten, wenn du den nicht hast bist du ohne Backup aufgeschmissen - auch wenn beide HDD's i.O. sind. Bei einem Software RAID kommt man eher an die Daten, wenn das OS bzw. OS Device flöten geht.


    Ein Eigenbau NAS hat den Vorteil das die Hardware meist etwas billiger ist als bei einem fertigen (hochwertigem) NAS, dafür muss man alles selber einrichten und warten. Man kann die Hardware nach seinen Bedürfnissen anpassen und gegebenfalls austauschen/ersetzen - das gleiche gilt für die Software: ein fertiges NAS bietet eine gewartete Firmware, dafür muss man nehmen was man kriiegt. Da zahlt sich ein QNAP bzw. Synology schon aus.


    Wenn man softwaremäßig flexibel bleiben will, ist man mit einem Sever mit linux oder einem FreeNas etc. gut beraten.


    Ich hab' mir mein(en) Server/NAS selbst zusammengestellt: MB mit SoC CPU und 6x SATA III Ports, CF SATA II Reader für das OS und dann ein Software RAID1 für die wichtigen Daten und dann noch 3 Platten für Aufnahmen, Serien, mkv etc. - wobei ich von den mir wichtigen Sachen ein Backup mache.


    Hardwarekosten vor gut zwei Jahren: ~250 Euro (ohne HDD's)
    Gehäuse, ATX-Netzeil, Mainboard inlkl. (SoC)CPU; 4GB RAM, USB3.0 PCIe Controller, CF Slotblech SATA-II Reader für das OS, 4GB RAM, 2,5"/3,5" Wechselrahmen im 5.25" Schacht


    Meine SoC GPU kann kein HD Ruckelfrei abspielen, aber das ist für mich nebensächlich. Heutzutage gibt es auch stromsparende Intel Mainboards inkl. CPU die das können (z.B. ASRock Q1900-ITX oder Q2900-ITX ) und relativ wenig Strom brauchen (10W TDP).


    Wenn du ein gutes Komplett Paket haben willst: QNAP oder Synology
    Wenn du Spaß am Basteln hast und Linux kein Erzfeind ist: Eigenbau NAS - damit kannst du dir nach deinen Bedürfnissen alles einrichten wie du willst. Braucht aber tentenziiell mehr Strom als ein fertig NAS


    Zwei Fragen musst du dir stellen:
    - Wieveil Geld will ich ausgeben?
    - Willst du das System individuell anpassen oder fertige Lösungen haben?

  • Statt Eigenbau kommt auch diese Fertiglösung in Betracht, die ich - wie auch den Vorgänger - erfolgreich zusammen mit meinen Dreamboxen nutze:
    HP Proliant Microserver G8


    Den gibt es schon einsatzfähig für < 200 EUR und man kann z.B. Openmediavault kostenlos installieren.


    Ich selbst fahre darauf Windows Server 2012R2 Essentials und nehme auf ein 4TB CIFS-Share auf bzw. und spiele u.a. mit mehreren Dreamboxen die Aufnahmen ab.

    DM920UHD FBC Sat, DM900UHD Triple-TunerDVB-S/S2/C/T/T2, DM500HD S, Kathrein CAS 75, Kathrein VWS 2551, Kathrein EXD-1532 Unicable Multischalter, PHILIPS55POS9002/12 OLED TV

  • Ich kann die Synology NAS Systeme vorbehaltlos empfehlen.

  • Plex ist gut wenn du auch andere Devices mit Streams vom NAS versorgen willst, ansonsten ist für Dreambox only VideoDB die bessere wahl. Wenn du Plex einsetzen möchtest rate ich zu einem NAS mit guter CPU Leistung, weil Plex verdammt viel Power braucht nur um die Daten für Filme und Serien anzulegen, geschweige denn eine Transcodierung auf andere Auflösungen und oder Audiocodecs. Ich würde für dererlei Aufgaben auf ein QNAP der TS-x51 oder x53 setzen die können Echtzeit- und Offlinetranscoding, ferner ist der RAM bis auf 8GB aufrüstbar. Was in dieser hinsicht von Synology verfügbar ist kann ich nicht sagen da müssten andere User die ein Synology in Betrieb haben was zu schreiben. Ich habe ein TS-651 8GB am Laufen mit Plex und einer VM und es hängen insgesamt 3 Dreams und eine Kathrein drann plus 4 PC's. Plex läuft für die Smartphones und die Kathrein und stelllt auch für den AV Reciever per DLNA die Audiobibliothek zur Verfügung.

  • Quote

    Original von Atlanos01
    Ich würde für dererlei Aufgaben auf ein QNAP der TS-x51 oder x53 setzen die können Echtzeit- und Offlinetranscoding, ferner ist der RAM bis auf 8GB aufrüstbar. .


    Da stimme ich, nach Vergleich der tech. Daten, zu. Ich selbst nutze im Moment eine QNAP HS-210 und eine HS251. Die letzt gen. kam erst ein halbes Jahr später auf den Markt ...


    Die 210er ist zu schwach was die CPU angeht. Daher nutze ich diese für das Backup der HS251. Diese gibt es inzw. auch mit 2GB Arbeitsspeicher. Im RAID 1-Verbund haben diese Geräte allerdings das Problem, daß nur eine Platte, z. B. beim Abspielen, anläuft und nach einer gew. Zeit die zweite Platte startet. Das führt dazu, daß das Bild kurz stehen bleibt und dann fortgesetzt wird. Deshalb habe ich die Platten durchgehend im JBOD-Verbund (ähnlich RAID0) konfiguriert. Laufen jetzt problemlos.


    Die QNAP's haben einen HDMI-Ausgang. Darauf kann man u.a. KODI installieren. Darauf läuft z. B. die Twitch-App bzw. man kann damit RocketbeansTV am TV schauen. Außerdem läuft YouTube, sprich alle meine Abos u.v.m. Bei YouTube kann man auch feste Suchbegriffe abspeichern wie bei man es von MyTube kennt.


    QNAP ist allerdings recht kostspielig (siehe unten).


    Im Moment überlege ich mir noch den Kauf der TS 451 oder TS-453 Pro. Da ich diese aber im RAID 5 oder 6-Verbund betreiben möchte, benötige ich gleich 3 oder 4 HDD's. Und dann reden wir halt von um die 1T Euro (bei Einsatz von 4TB-Platten) ...


    Gruß


    DT

  • Die Frage ist: Muß es unbedingt ein NAS sein???


    Ich hatte auch einige Jahre ein NAS als Filmserver betrieben, aber ehrlich gesagt war ich davon nicht so begeistert. Öfters wird die Freigabe mal nicht gefunden, wo im Endeffekt immer nur ein Neustart beider Geräte half. Tlw. unendlich erscheinende Zugriffszeiten (v.a. beim Auflisten großer Verzeichnisse) und Probleme mit Zugriffsrechten taten ihr übriges.


    Da eine Dreambox quasi selber ein NAS ist - ein netzwerkfähiges Speichermedium - und eh den ganzen Tag bei mir "on" ist (also Standby), fragte ich mich nach dem Sinn eines zusätzlichen Gerätes.


    Darum kaufte ich mir dieses externes HDD-Gehäuse, knallte da 4 4TB-Platten rein und hängte es an meine Box und habe jetzt die gleichen Features wie vorher mit meinem NAS, habe Geld gespart und trotzdem "meeeehr Power" :hurra:

    VU+ Duo4k SE VTi & DM 820 GP - MacBook Pro 15" 2012, AppleTV, AVR-Heimkino mit Marantz SR7007 und Canton Ergo 5.1-Set
    Datengrab: Fantec http://bit.ly/1Gk291p
    Mitglied-Nr. 7.625 von ca. 345.000

    Webseite

  • Ich kann die Problem von Wirbel nicht nachvollziehen.
    Habe ein DS214 play mit Plexserver am laufen und bin voll zufrieden damit.

  • Das freut mich für Dich. Ich wünschte, solche positiven Erfahrungen wären immer allgemein gültig ;)

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  • Wow, also erst mal vielen Dank für die vielen Infos und die konstruktive Diskussion.


    Warum ein NAS? Weil ich dort von mehreren Dreamboxen und Rechnern drauf zugreifen möchte und dann stellt die Dreambox als NAS einen Flaschenhals dar. Darüberhinaus kann das NAS in einem anderen Raum stehen und die Geräuschbelästigung ist irrelevant.


    Eigenbau oder fertiges System. Bisher habe ich alle meine Rechner selbst zusammengebaut, von daher hätte ich Spaß daran. Seit die Kinder da sind ist aber auch die Zeit knapp, so dass ich wohl aus diesem Grund und aus Stromspargründen zu einem fertigen System tendieren würde.


    Bezüglich der Kosten hatte ich so an maximal 250€ ohne Festplatten gedacht, aber wichtiger ist, dass alle Funktionen vorhanden sind.


    RAID vs. Backup: Also jetzt hast Du mich nervös gemacht und ich habe wohl die letzten Jahre in einer trügerischen Sicherheit verbracht. Ich dachte immer, wenn ich eine Platte aus dem RAID System rausnehme und z.B. an meinem PC anschliesse, dann könnte ich auf alle Daten zugreifen. Ich muss nachher mal prüfen, wie ich das genau eingerichtet habe!

    Beste Grüße,


    Ernie


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    Original von Ernie1973
    RAID vs. Backup: Also jetzt hast Du mich nervös gemacht und ich habe wohl die letzten Jahre in einer trügerischen Sicherheit verbracht. Ich dachte immer, wenn ich eine Platte aus dem RAID System rausnehme und z.B. an meinem PC anschliesse, dann könnte ich auf alle Daten zugreifen. Ich muss nachher mal prüfen, wie ich das genau eingerichtet habe!


    Genial! Zu glauben, ein "Backup" zu haben, ohne jemals ein Restore effektiv getestet zu haben, kommt mir bekannt vor. Musste mal zu einem Kunden, der auch immer brav "Backups" machte, dabei aber die (versteckten) Punktdateien auf UNIX nicht mitsicherte und genau das wurde ihm zum Verhängnis, denn da lag nebem der Datei mit der Seriennummer auch all seine Konfiguration. Nach dem Restore hatte er ein nacktes System im "Sharewarezustand", welches ihm mitteilte, dass seine Sharewareperiode nun abgelaufen sei :tongue:


    Also, merke: die gemachten Backups immer und unbedingt auch mal mit einem Restore testen!!!

  • Ich mache mir zusätzlich auch noch ein Backup mit Cobian, das habe ich auch getestet!


    Aber RAID1 ist ja zumindest eine Sicherheit gegen einen Festplattenausfall und man kann die Beschreibung von RAID dann auch leicht fehl interpretieren: "somit kann (die passende Hardware vorausgesetzt) normalerweise auch jede Platte einzeln in zwei unabhängigen Rechnern (intern oder im externen Laufwerk) unmittelbar betrieben und genutzt werden."


    Also wenn das ReadyNAS ausfällt könnte ich die Platten nur noch in einem anderen auslesen?

    Beste Grüße,


    Ernie


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    Edited once, last by Ernie1973 ().

  • Meine Empfehlung waere ebenfalls eine Synology oder ein QNap.


    Wenn es unbedingt ein Backup innerhalb des NAS sein soll, dann bitte mit einem Cronjob und rsync ein bestimmtes Verzeichnis "duplizieren". Da hat man dann mit der richtigen Einstellung auch noch die letzten N Versionen (mit N > 1).
    RAID 1 ist etwas fuer Mutige, die ein Manipulieren der Daten durch Software einfach mal ausblenden.
    Um nochmal in die gleiche Wunde zu stechen, die meisten "Experten" (das ist jetzt ironisch gemeint), stecken dann auch noch zwei Platten des selben Herstellers und aus der selben Serie/Charge als RAID 1 ins NAS, damit die Wahrscheinlichkeit moeglichst hoch ist, dass sie kurz hintereinander ausfallen oder beide zur selben Zeit durch den selben Firmwarebug die Daten schreddern (alles schon im Feld erlebt).


    Ein kleiner Nachteil des Selbstbaus sind die hoeheren Betriebskosten (ein Selbstbau ist in der Regel nicht so stromsparend, wie die speziellen NAS der Hersteller). Wenn man die Flexibilitaet zu schaetzen weiss, ist das aber vernachlaessigbar.

    Bitte keine unaufgeforderten PNs schicken, sondern im Forum fragen. Ich schaue NIE ohne Auffordung in meine PN-Box.

  • Also zusammengefasst: Auf RAID verzichten und lieber ein automatisches Backup von wichtigen Daten auf eine andere Festplatte machen!?


    Also z.B. neben dem NAS noch eine USB Festplatte an die FritzBox, dann wäre es bei mir sogar räumlich getrennt!

    Beste Grüße,


    Ernie


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