ARD: In Zukunft kleinere Ausleuchtzonen über Satellit?

  • ARD: In Zukunft kleinere Ausleuchtzonen über Satellit?


    Die ARD ist über Satellit in nahezu ganz Europa frei zu empfangen. Doch besonders bei der Vergabe von international attraktiven Ausstrahlungsrechten kann dies problematisch sein. Laut SWR-Intendant Peter Boudgoust wäre es deshalb nicht ausgeschlossen, in Zukunft über kleinere Ausleuchtzonen bei der Übertragung nachzudenken.



    Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von ARD und ZDF gehören zu den größten Verfechtern des frei-empfangbare Fernsehens in Europa. Die Sender beider Medienhäuser sind über Satellit weit über die deutschen Grenzen hinaus frei zu empfangen. Dass diese freie Empfangbarkeit auch zu Problemen, etwa bei der Rechtevergabe, führen kann, musste auch SWR-Intendant Peter Boudgoust auf dem Fernsehgipfel TVkomm eingestehen.


    Dabei erklärte dieser, dass sich ARD und ZDF in der Regel lange im Voraus die Rechte für wichtige internationale Sportereignisse im frei empfangbaren Fernsehen sichern. Der Fall der Handball-WM im Januar sei ein Sonderfall gewesen, bei dem es für die ARD nicht möglich gewesen war, die Rechte zu erhalten, weil sich der Rechteinhaber an der freien europaweiten Ausstrahlung über Satellit gestört hatte.

    Allerdings wolle die ARD laut Boudgoust so lange wie möglich am Grundsatz der freien Empfangbarkeit festhalten. Dabei sei es auch denkbar, bei der Verbreitung über Satellit in Zukunft auf kleinere Ausleuchtzonen zu setzen, sodass die ARD-Sender nur noch in Deutschland und den Nachbarländern zu empfangen wären.

    Eine ähnliche Strategie praktiziert seit einiger Zeit die BBC. Diese strahlt ihre TV-Programme weiterhin unverschlüsselt aus, nutzt für die Verbreitung allerdings einen Spotbeam auf dem Satelliten Astra 2E. Dieser war erst vor wenigen Jahren unter anderem zu dem Zweck entwickelt worden, die Empfangbarkeit der BBC-Sender in Kontinentaleuropa auch bei unverschlüsselter Übertragung einzuschränken. Entsprechende Pläne der ARD, gemeinsam mit SES einen neuen Satelliten zu starten oder für die Ausstrahlung auf einen anderen Satelliten zu wechseln, sind bislang allerdings nicht bekannt.

    Sollte sich die Situation um die Vergabe von internationalen rechten in den kommenden Jahren allerdings weiter verschärfen, könnte sich auch Peter Boudgoust vorstellen, innerhalb der ARD die freie Empfangbarkeit neu zu diskutieren.


    Quelle: df

  • In Europa genießt Fernsehen aus Deutschland durch seine europaweite freie Empfangbarkeit über Satellit einen Sonderstatus. Doch damit könnte bald Schluss sein. Hintergrund sind immer striktere Vorgaben von Rechteinhabern, insbesondere bei großen Sportevents. Zuletzt konnten sich die Öffentlich-Rechtlichen bei der Handball-WM nicht mit dem Rechteinhaber beIN Sports einigen. Dessen Meinung nach hätte die freie Empfangbarkeit von ARD und ZDF die Lizenzkosten in anderen Ländern geschmälert.


    Auch der europaweit kostenlose Zugang zu Fußball-WM- oder Champions-League-Partien bei ARD und ZDF in ganz Europa stößt den jeweiligen Rechteinhabern im Ausland seit langem sauer auf. So könnten sich Franzosen etwa die Kosten einer Fußballübertragung beim Bezahlsender Canal+ im Pay-per-View-Verfahren sparen, weil sie die Begegnung bei den deutschen Öffentlich-Rechtlichen gratis über Satellit zu sehen bekommen.


    Verschlüsselung oder Spotbeams


    Fußball bei ARD und ZDF: Die Rechteinhaber stört die freie, europaweite Ausstrahlung.Fußball bei ARD und ZDF: Die Rechteinhaber stört die freie, europaweite Ausstrahlung. Sollte in Zukunft eine Verschlüsselung durch die Inhaber von Sportrechten zwingend notwendig sein, dann müssten sich auch die Öffentlich-Rechtlichen mit dem Thema beschäftigen, sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust auf dem Kongress TV Komm in Karlsruhe. In diesem Fall müsste sich ein Großteil der Bundesbürger jedoch wieder neue Hardware anschaffen, denn viele bisher verkaufte digitale Satelliten­receiver sind reine Free-to-Air-Geräte.


    Boudgoust verwies darauf, dass sich ARD und ZDF die Rechte für die meisten wichtigen internationalen Sportereignisse im frei empfangbaren Fernsehen in der Regel lange im Voraus sichern und Handball zunächst ein Sonderfall durch die Rechteagentur gewesen sei. Er betonte, dass die ARD so lange wie möglich am "Free Flow of Information"-Grundsatz festhalte.


    Neben der generellen Verschlüsselung des Signals sei denkbar, die derzeitige europaweite Verbreitung via Satellit durch kleinere technische Ausleuchtzonen auf Deutschland und Randregionen zu begrenzen. Die neueste Generation der Astra-Satelliten ermöglicht eine solche technische Beschneidung der Satelliten-Reichweite durch so genannte Spotbeams. Leidtragende wären jedoch zahlreiche Deutsche im Ausland. Auch in den Urlaubsregionen wie Mallorca oder den Kanaren wäre es dann mit deutschem Fernsehen vorbei.
    Geoblocking beim Internet


    Was Rechteinhaber nun bei der Satellitenverbreitung fordern, gibt es im Internet schon seit einiger Zeit. Bei herausragenden Sportevents schalten ARD und ZDF ihre Livestreams temporär ab oder richten spezielle Feeds ein, die mit einem so genannten Geoblocking versehen sind. Beim digital-terrestrischen Antennenfernsehen (DVB-T) beschränkt sich das technische Overspill ohnehin nur auf nahe Grenzregionen.


    Quelle: http://www.teltarif.de/ard-zdf…ung-sport/news/58810.html

  • hätte ich nix dagegen, vielleicht werden dann auch endlich mal die gez-gebühren weniger ;)

  • Ne, die werden dann um 5€ monatliche Technikgebühr erhöht, weil das Verschlüsseln doch Geld kostet. Haben die Privaten ja vorgemacht.

    so long
    m0rphU



    :aufsmaul: Kein Support per PN! :aufsmaul:

  • Ja klar, mit Karten für ein Ci+ Modul der neusten Generation.
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  • Na dann mal gut, daß ich durch den Vermieter gezwungen wurde meine Schüssel abzubauen und das Kabel zu nutzen.

  • Klar - Du empfängst im Kabel ja alle Sendungen bekanntermaßen kostenlos.


    :rolleyes:


    Klar ist die physikalisch Reichweite von SAT-Empfang deutlich größer als die im lokalen Kabelnetz, aber ich würde eher eine Lösung mit einer Smartcard als Beigabe der Gebühren nach dem Muster des ORF bevorzugen als mich vom Kabelanbieter bevormunden zu lassen, was er mir zeigen mag (bzw. den Kunden als Geisel zu nehmen, um seine Ränke mit den ÖR auszufechten) und das noch zu diesen Preisen.

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  • ARD und ZDF exklusiv auf DVB-T2 ausstrahlen, und gut ist :D


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  • eigentlich gibt es nur eine lösung dafür: europa (resp. die ebu) muss endlich zu einem vereinten tv-markt werden. dann braucht es keine verschlüsselung mehr. vereint kann man dann hoffentlich auch hollywood, fifa und co. unter druck setzen.

    Gruss Dre


    Developer Project Merlin

  • Quote

    Original von skywatcher
    Vielen Dank für die konstruktive Merlin Polemik ;)


    Warum Polemik ?


    Meinst du bei der ARD lebt man hinter dem Mond und macht das dann voll softcam-tauglich, verteilt dann
    kostenlos X Karten pro Haushalt, die dann via ebay vertickt werden ?
    Ich wäre dann schon eher für Spotbeams, wenn das technisch so einfach möglich ist.


    Noch besser gefällt mir natürlich der Vorschlag von Dre :)


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  • Quote

    Original von Ukle
    Klar - Du empfängst im Kabel ja alle Sendungen bekanntermaßen kostenlos.


    :rolleyes:


    Klar ist die physikalisch Reichweite von SAT-Empfang deutlich größer als die im lokalen Kabelnetz, aber ich würde eher eine Lösung mit einer Smartcard als Beigabe der Gebühren nach dem Muster des ORF bevorzugen als mich vom Kabelanbieter bevormunden zu lassen, was er mir zeigen mag (bzw. den Kunden als Geisel zu nehmen, um seine Ränke mit den ÖR auszufechten) und das noch zu diesen Preisen.



    Kabel habe ich schon immer gezahlt, knapp 12€ im Monat für den KabelAnschluß + 17,90€ im Monat für einen sehr stabilen Internetzugang 14.000 kBits, aber bei Sat hatte ich noch einige SAT-Positionen angepeilt, war mehr zum Rumspielen.


    BOARDREGELN!!!