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Go to the bottom of this page Anleitung - Filme/DVDs-2-H264 für Windows
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boki15
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Hier eine kleine Anlteitung für euch. Das gilt für eure DVDs und aufgenommene Filme. Wenn ihr eure Filme dekodieren wollt, dann müßt ihr euere *.ts Datei/en zuerst mit Projectx demultiplexen.


Filme/DVD-2-H264 - Anleitung
quote:

VORWORT
Wer sich dazu tiefergehendes Wissen aneignen möchte, sei an dieser Stelle auf die hervorragenden Dokumentationen von Brother John (Encodingwissen) und Selur (x264 Komandozeilenreferenz) sowie auf die MeGUIGleitz - MeGUI - Wiki verwiesen. Ganz frisch gibt es, wiederum von Selur, zu MeGUI jetzt auch ein "Essentials", wobei die Bezeichnng "MeGUI-Handbuch" wohl treffender wäre. Auf jeden Fall lesen!

quote:
Installation der benötigten Software

Folgende Tools müssen für dieses Tutorial installiert sein:

quote:
Microsoft .Net Framework 2.0
MeGUI
AVISynth 2.5.7
DGIndex
ChapterXtractor
SubRip
Free Nero7 CLI AAC Encoder
BeSweet v1.5b31
MKVToolnix 2.00



quote:
Extrahieren und Vorbereiten der einzelnen Streams


Das sollte immer der erste Schritt sein, bevor man anfängt überhaupt
etwas zu enkodieren.


quote:
Tonspuren extrahieren und Informationen über den Film sammeln


Dazu starten wir DGIndex, öffnen alle VOBs des Hauptfilms, stellen
sicher, dass "Audio" -> "Output Method" -> "Demux All Tracks"
aktiviert ist

und extrahieren mittels "File" -> "Save project" die
Tonspuren. Gleichzeitig erstellen wir damit ebenfalls das später nötige
D2V-Project-File.

Man sollte zuvor mit der Taste "F5" den Film kurz anspielen und
schonmal ein paar Informationen aus dem sich zusätzlich öffnenden
Fenster auf der rechten Seite abgreifen. Merkt euch ob eure Quelle
NTSC oder PAL ist und ob sie in 4:3 oder 16:9 vorliegt, denn
davon hängt später das zu setzende PAR (Pixel Aspect Ratio) ab. Schaut
euch auch den "Frame type" an. "Progressive" kommt uns entgegen,
"Interlaced" veranlaßt uns dazu später einen entsprechenden Filter zu
verwenden.

Diese Info ist im Übrigen nicht ganz zuverlässig, überzeugt euch selbst,
indem ihr mit dem Schieberegler bewegungsreiche Scenen sucht. Könnt ihr
im Bild Kammartefarkte ausmachen, so handelt es sich um interlaced
Material, sind nirgens Selbige zu entdecken, so darf man das
Videomaterial, wider der Aussage des Infopanels, durchaus als progressiv
behandeln. Die "Framerate" ebenfalls notieren und dann wären wir hier
fertig.


quote:
Kapitel extrahieren


Hier gibt es mehrere Möglicheiten, eine davon heißt ChapterXtractor.
Also starten wir das kleine Tool und öffnen per "Open-IFO" die
IFO-Datei welche zu den Film-VOBs gehört. Dabei darauf achten, das nach
dem Öffnen die Framerate stimmt (wird meistens automatisch richtig
ekannt). Um später die Kapitel in den komfortablen Matroska-Container
hineinmuxen zu können, stellen wir sicher, dass das Ausgabeformat
mittels "Format" -> "Presets" -> "Ogg" auf genau diesen Typ gesetzt
ist und speichern dann per "Save Data" das Chapter-File ab . Wer anstatt "Chapter" später lieber das deutsche Wort "Kapitel"
haben will, der muss die von ChapterXtractor ausgegebene Textdatei
editieren und einfach das Wort "Chapter" durch "Kapitel" ersetzen.

quote:
CHAPTER01=00:00:00.000
CHAPTER01NAME=Chapter 1

wird also zu
quote:
CHAPTER01=00:00:00.000
CHAPTER01NAME=Kapitel 1



quote:
Untertitel extrahieren

Manchmal enthalten Video-DVDs sog. "Forced Subs", das sind Untertitel
die zum Verständnis des Filmes beitragen und unabhängig von der
gewählten Einstellung im DVD-Menü in jedem Falle angezeigt werden. Diese
sind natürlich Pflicht uns sollten niemals fehlen. Auch hier gibt´s
wieder diverse Tools, wobei sich für mich Subrip als sehr tauglich und
flexibel erwiesen hat. Spielt ein wenig mit dem Programm herum, so
schwer ist das nicht zu verstehen.Ich erläutere die weitere
Vorgehensweise hier nur bei Bedarf.


quote:
Anpassen des Audio-Streams


Wir kümmern uns immer erst um das Audiofile. Zumindest, wenn wir am Ende
eine exakte Größe für das fertige Video anstreben (wollen wir auch),
benötigen wir vorher die genaue Größe des Audio-Streams um die
Berechnung für das Video später in MeGUI korrekt durchführen lassen zu
können.
Am Besten spielt man nun die Quell-AC3-Files, welche von DGIndex
ausgegeben wurden, einmal kurz an um sie zuordnen zu können. Meist ist
die Datei mit der Bezeichnung "T02 ... .AC3" die deutsche Spur, muß
aber nicht zwingend so sein. Wer Wert auf maximale Qualität legt, kann
die Spur auch unangetastet so übernehmen dann sind wir an dieser Stelle
schon fertig.
Möchtet ihr jedoch später dem Video lieber etwas mehr Bitrate schenken,
solltet ihr jetzt den Audio-Stream, durch Konvertierung in ein anderes
Format, verkleinern. Neben MP3, OGG-Vorbis und weiteren Formaten, will
ich hier mal etwas näher auf das geniale AAC (Advanced Audio Coding)
eingehen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Trotz Kompression bleibt die
Tonqualität, bei angemessenem Qualitätsfaktor, nahe am Original und
sogar die Dolby Digital Kanalabmischung kann man beibehalten. Warum
sollte man die also verwerfen? Widmen wir uns also den kleinen aber
feinen und vor Allem freien Kommandozeilentools Besweet und
NeroAACenc. Besweet kann zwar unabhängig von NeroAACenc in das
AAC-Format konvertieren, allerdings handelt es sich um das ältere Nero 6
AAC, zu welchem ebenfalls die entsprechenden DLLs nötig sind. Wir lassen
das außer Acht und benutzen stattdessen den aktuelleren Nero 7 CLI
Encoder.) Diese Prozedur ist nicht weiter schwer und man benötigt
lediglich zwei kurze Zeilen um aus dem AC3-Stream eine 6-Channel-WAV und
anschließend eine 6-Channel-AAC zu erstellen. Dazu verpassen wir der
AC3-Datei für die Kommandozeile der einfachheithalber einen kürzeren
Dateinamen, wie z.B. "T02.AC3" (zuvor den Delay-Wert im Dateinamen
merken oder notieren) und erstellen ein neues Notepad-Textfile mit
folgendem Inhalt

Codebox 1
quote:
X:\Pfad\zu\BeSweet.exe -core( -input "T02.AC3" -output "T02.wav" -6chwav )
X:\Pfad\zu\neroaacenc.exe -q 0.35 -if "T02.wav" -of "T02.mp4"


und speichern es unter einem beliebigen Namen aber mit der Endung
*.bat
ab. Z.B. "AC32AAC.bat". Die erste Zeile erzeugt das besagte
6-Channle-WAV, die Zweite, das fertige 6-Channel-AAC in einem
MP4-Container. Das ihr die Pfade in dem Batch-File anpassen müßt,
erklärt sich hoffentlich von allein. Den Qualitätsfaktor (-q 0.35) halte
ich für angemessen. Wählt man ihn zu hoch wird das AAC-File u.U. sogar
größer als der Quell-AC3-Stream, ein zu niedriger Wert äußert sich durch
schlechtere Audioqualität. Wer dazu mehr wissen will, kann sich mal
diese Threads 1, 2 dazu im Gleitzforum näher ansehen. Die Audiokodierung ist hiermit abgeschlossen.


quote:
Videokonvertierung mittels x264 und MeGUI als Oberfläche


Man kann MeGUI auch für die Audiokonvertierung, die Erstellung der
*.d2v-Projekt-Datei und andere Dinge als Oberfläche benutzen. Wer das
gerne machen und lieber eine Oberfläche für Alles haben möchte, kann
sich das Frontend natürlich so einrichten wie er mag. Ich für meinen
Teil empfinde die bisherige Vorgehensweise als flexibler und werde MeGUI
nun just für die Konfigurierung der Videoeinstellungen und
anschließendem Konvertiervorgang benutzen.


quote:
Das AVISynth-Script


Wir starten MeGUI und führen zuerst einmal ein Update durch um die
Oberfläche, sowie den x264-CLI-Encoder, die Profile und alle anderen
Tools, falls gewünscht, auf den neusten Stand zu bringen. Da die
Auto-Update Funktion standardmäßig eingeschaltet ist, sollte dies nach
erstem Start des Programms automatisch geschehen und muß nur mit einem
"OK" bestätigt werden. Wenn das nicht der Fall ist, erledigen wir
schnell manuell über "Tools" -> "Update" oder "Strg + U". Die
Oberfläche wird jetzt neu gestartet.

Im Anschluß wird über "Tools" -> "AVISynth Script Creator" oder
"Strg+R" selbiger gestartet und in der Registerkarte "Options" im
Bereich "Video" unter "Video Input" das D2V-Project-File aus Schritt
2.1 <#tonspuren> geladen. Im nun aufpoppenden Preview-Window wird eine
möglichst helle Stelle gesucht, im Bereich "Resolution Crop" die
Option "Resize" deaktiviert, "Crop" aktiviert und die Werte so
angepasst, bis alle schwarzen Balken entfernt sind. Um den Encoder später effizienter arbeiten lassen zu können, schneiden wir lieber ein
wenig ins Bild hinein, als einen kleinen schwarzen oder unsauberen
Pixelstreifen stehen zu lassen. Die Balken links und rechts nicht
vergessen, auch wenn es nur 2 oder 4 Pixel sind . Wie
einige Tests gezeigt haben, ist es bei x264 im Gegensatz zu ASP-Encoding
(DivX, Xvid) nicht notwenig die Auflösung auf mod16 zu croppen (mod16
bedeutet, das der jeweilige Wert für die horizontale und vertikale
Auflösung des restlichen Bildes ohne Rest durch 16 teilbar ist).
Genaueres dazu kann man in diesen Threads (1,1) lesen.
Weiter gehts mit einem Klick auf den Reiter "Edit" und man kann sich
schonmal das automatisch generierte Script anschauen und ggf. auch dort
von Hand editieren, wenn man erfahrener ist. Das Script sollte in etwa
so aussehen:

Codebox 2
quote:
DGDecode_mpeg2source("X:\Pfad\zu\D2V-Project-File.d2v")
#deinterlace
crop( 4, 72, -4, -72)
#resize
#denoise


Haben wir in Schritt 2.1 <#tonspuren> festgestellt, dass es sich
ungünstigerweise um einen interlaced Stream handelt (siehe Abb. 2),
dürfen wir dies nicht einfach ignorieren sondern müssen den Platzhalter
"#deinterace" durch einen korrekten Filter ersetzen. Das Thema
Deinterlacing ist ziemlich komplex und nicht so ganz einfach zu
verstehen. Es gibt z.B. unterschiedliche Arten von Interlacing, die
genaugenommen alle anders gefiltert werden müßten um am Ende ein
sauberes Bild zu bekommen. MeGUI verfügt zwar über ein eigenes
Analysesystem, das liegt aber auch nicht unbedingt immer richtig. Wir
verlassen uns daher nicht darauf und ersetzen, den Ausdruck
"#deinterlace" durch folgende Zeile:

Codebox 3
quote:
TDeint(full=false, tryweave=true, MI=32, blockx=8, slow=2)


Diese Zeile kann, muß aber nicht optimal sein. TDeint mit diesen
Parametern zu verwenden, ist in der Regel aber immer noch sinnvoller als
das, was die automatische Erkennung ausgibt blind zu übernehmen. Wer
sowieso schon genau weiß, welche Filter für welches Interlacing
anzuwenden sind, braucht dieses Tutorial ohnehin nicht. Wir lassen uns
an dieser Stelle auf den nicht allzu schlechten Kompromiß ein und machen
uns darüber keine weiteren Gedanken, handelt es sich in den meisten
Fällen doch um progressives Material. Wenn dem so ist (siehe Abb. 1),
brauchen wir das Script aus Codebox 2 nicht weiter verändern.
Denoisefilter benutzen wir auch nicht und da wir anamorph encoden
wollen, werden nichtmal Resizefilter benötigt. Das Script bleibt also
völlig simpel und überschaubar. Die übrigen Platzhalter können gelöscht
werden.


quote:
Nochmal zur Kontrolle:


Liegt interlaced Material vor, sieht das Script so aus:
Codebox 4
quote:
DGDecode_mpeg2source("X:\Pfad\zu\D2V-Project-File.d2v")
TDeint(full=false, tryweave=true, MI=32, blockx=8, slow=2)
crop( 4, 72, -4, -72)

Liegt progressives Material vor, sieht das Script so aus:

Codebox 5
quote:
DGDecode_mpeg2source("X:\Pfad\zu\D2V-Project-File.d2v")
crop( 4, 72, -4, -72)



quote:
Das Videoprofil und das Aspect Ratio


Das Previewfenster zeigt den Bildausschnitt nun ohne die schwarzen
Balken, jedoch noch immer verzerrt. Dem wird im Folgenden Abhilfe
geschaffen. Dazu wählen wir im Reiter "Input" im Bereich "Video
Encoding"
unter "Codec" -> "x264", unter "File Format" -> "MKV" und
unter "Video Profile" das Profil "HQ-Slowest" oder "HQ-Slower" aus
(HQ-Slow ist zu wenig, HQ-Insane ist übertrieben, . Über den sich daneben befindlichen Button "Config" öffnen wir nun den
Konfigurationsdialog zu diesem Profil und stellen sicher, dass im Reiter
"Main" im Bereich "General" aus der Dropdownliste der Eintrag
"Automated 2-pass" ausgewählt und die Option "Turbo" aktiviert ist
. Letzteres beschleunigt den First-Pass gewaltig,wobei der Qualitätsunterschied im Vergleich, zu einem mit
ausgeschalteter Turbo-Option enkodiertem File, kaum jemals sichtbar ist.
Kann man also getrost anschalten. Unter dem Reiter "Zones" ist
löblicherweise ein editierbares Textfeld namens "Custom Commandline
Optiones"
zu finden. Hier ist es möglich, durch setzen eines kleinen
kurzen Switches, sehr komfortabel das Aspect Ratio zu korrigieren.
Erinnern wir uns daran was DGIndex in Schritt 2.1 <#tonspuren> im
Infopanel für das Seitenverhältnis angegeben hat. Liegt ein AR von 16:9
vor, so ist in das Feld "--sar 16:11" ohne "" einzutragen, bei 4:3
tragen wir "--sar 12:11" ein. Dies gilt für PAL DVDs. Bei NTSC ändern
sich die die Werte wie folgt: 16:9 -> "--sar 40:33", 4:3 -> "--sar
10:11"
. Unter dem Textfeld könnt ihr auch sehen wie sich diese Option
an die Kommandozeile für den x264-Encoder anhängt .

Es gibt auch noch die Möglichkeit das AR-Flag per AVISynth-Variablen in
den MKV-Container anstatt in den Videobitstream schreiben zu lassen, der
Switch --sar ist jedoch absolut zuverlässig und der einzige Grund diesen
nicht zu benutzen, äußert sich sich dadurch, dass man unbedingt im
Preview-Fenster schon das korrekte DAR (Display Aspect Ratio) sehen
will. Wer an dieser Stelle genauer wissen möchte, was es mit den
Faktoren auf sich hat, sollte sich den Abschnitt "Das Videobild"
<http://encodingwissen.brother-john.net/video/> Brother Johns -
Encodingwissen näher ansehen. Alle anderen Einstellungen in sämtlichen
Reitern solltet ihr nicht verändern, wenn ihr nicht wisst wofür die
einzelnen Optionen sind. Diese Presets sind im Übrigen schon extrem gut
vorkonfiguriert und die Ergebnisse sind bei angemessener Bitrate
wirklich schon sehr sehr gut. Wollt ihr dennoch weitere Modifikationen
vornehmen, schaut bevor ihr herumprobiert vorher in die x264 -
Kommadozeilenreferenz "man x264_CLI"
<http://www.flaskmpeg.info/board/thread.php?threadid=5571> von Selur. Es
erspart euch viel Zeit, wenn ihr wenigstens halbwegs wisst, was ihr da
einstellt. Mit einem Klick auf "OK", bestätigen wir alle Einstellungen
und verneinen die Frage nach dem Profil-Update, da wir dies nicht
verändern wollen.


quote:
Video-Bitrate bestimmen


Über "Strg+B" oder "Tools" -> "Bitrate Calculator" starten wir
Selbigen und lassen uns von der vermeintlich komplizierten Oberfläche
nicht abschrecken. Wenn alle Einstellungen zuvor korrekt gesetzt wurden
und das AVISynth-Script aus Codebox 4 bzw. 5 geladen ist, sind Spielzeit
und die meisten übrigen Optionen hier automatisch richtig
voreingestellt. Wir vergewissern uns trotzdem und überprüfen nochmals
:

Bereich "Video" -> Framerate: 25fps (nach Quelle anpassen, meistens
25fps für PAL)
Bereich "Video" -> Haken bei "B-Frames" an
Bereich "Audio Track 1" -> "Select" -> 1. Audio-File aus Schritt 3
<#audio> bzw. AC3-File aus Schritt 2.1 <#tonspuren> auswählen

Bereich "Audio Track 2" -> "Select" -> 2. Audio-File aus Schritt 3
<#audio> bzw. AC3-File aus Schritt 2.1 <#tonspuren> auswählen
(falls
gewünscht)
Bereich "Codec" -> "x264"
Bereich "Container" -> "MKV"

Je nachdem worauf wir Wert legen, besteht nun durch einfaches Auswählen
des Radiobuttons im Bereich "Total Size" oder "Results" die
Möglichkeit entweder eine Gesamtzielgröße oder eine Durchschnittsbitrate
anzugeben. Wir entscheiden uns hier für eine festgelegte Zielgröße und
orientieren uns dabei zwecks Archivierung an den verfügbaren Medien,
haben aber immer die Laufzeit des Filmes im Hinterkopf und vergessen
auch nicht, dass wir keinen Resizefilter verwenden, anamorph encoden und
deshalb mehr Pixel berücksichtigen müssen. An dieser Stelle kann man mit
den Werten aus dem Bitrate Calculator kurz den BPF-Wert (Bits pro
Pixel)
errechnen. Der Wert errechnet sich aus reiner Videogröße geteilt
durch die Anzahl der Pixel im gesamten Film und stellt einen wirklich
nur groben Qualitätsindikator dar.

Codebox 6
Formel:
quote:
BPF = ( Video File Size * 1024 * 8 ) / ( Pixel horizontal * Pixel vertikal
* Number of frames )


Werte im Bereich um die 0,15+ sind in Ordnung. High Quality ist zwar
immer ein subjektives Empfinden und jeder sollte für sich selbst das
Optimum herausfinden, tut euch trotzdem selber einen Gefallen und
versucht nicht 90+ Minuten Video auf 700MB-CD-Größe zu quetschen. Als
Xvid war es nie und als H.264 ist das ebenfalls keine Augenweide mehr.
Ich selbst orientiere mich meist an DVD-9-Rohlingen:

knapp weniger als 1/6 DVD-9 -> 1347MB
knapp weniger als 1/4 DVD-9 -> 2020MB
Die Bitrate sinkt jedoch nie unter 1300 kbit/s!

Per Klick auf den "Apply"-Button bestätigen wir unsere Wahl und
kontrollieren kurz ob die Bitrate übernommen wurde, indem wir nochmal in
den "Config"-Dialog wechseln. Ist die Bitrate hier korrekt übernommen,
schließen wir den Dialog wieder und klicken auf den unter dem
"Config"-Button liegenden "Enqueue"-Button um den Auftrag an die
Jobliste anzuhängen. Jetzt wird MeGUI eine Warnung aufpoppen lassen,
wenn ihr beim vorherigen croppen des Videobildes das mod16-Kriterium
nicht eingehalten habt. Diese einfach mit "Yes" quittieren und nicht
weiter beachten. Durch Wechsel in die Registerkarte "Queue" sehen wir
nun einen Doppeleintrag. Dieser kommt zustande da zuvor der Mode
"Automated 2pass" ausgewählt wurde. Der 1. Eintrag ist also der First
Pass, der 2. Eintrag der Second Pass. Mit "Start" wird der Prozess in
Gang gesetzt und man kann sich erstmal eine Weile mit etwas Anderem
beschäftigen. Wenn ihr die Priority auf "LOW" stehen lasst, könnt ihr
mit eurem System ganz normal weiterarbeiten. Davon unabhängig braucht
x264 allerdings sehr viel länger zum encoden als z.B. XviD oder DivX im
Vergleich, also nicht erschrecken, wenn die Anzeige im Second Pass so um
die 2-4 frames pendelt, das ist normal. Per "Tools" -> "Settings" ->
"Extra Settings" -> Bereich: "After Encoding"
könnt ihr idealerweise
noch einstellen was nach dem Encoding passieren soll. "Shut down after
encoding"
z.B. ist sicher eine tolle Sache, wenn man den PC über Nacht
arbeiten läßt oder nicht zu Hause ist.


quote:
Multiplexen sämtlicher Streams zum fertigen Videofile mittels mkvmerge GUI


Wir starten MKVmerge_GUI aus dem MKVToolnix Paket und fügen sämtliche
Streams (bis auf das Chapter-File) über Register "Input" -> "add" zur
Liste hinzu. Gleichzeitig erscheinen die einzelnen Tracks in der
entsprechenden Liste ein Feld darunter mit entsprechenden
Aktivierungshäkchen, die standardmäßig an sind und dies auch bleiben.
Etwas darunter befinden sich drei weitere Reiter mit den Bezeichnungen
"General Track Options", "Format specific Options" und "Extra
Options"
. Diese gelten immer für den jeweils
ausgewählten Stream in der Trackliste! Will man sich zu einem späteren
Zeitpunkt mit einem Analysetool nochmal die Infos anzeigen lassen,
sollte man sich hier ruhig die paar Minuten Zeit nehmen und die
entsprechenden Angaben korrekt eingeben.

Starten wir durch klick auf den Videostream mit selbigem und schauen uns
mal die Optionen im Register "General Options" an. "Track Name" ist
selbsterklärend, hier kommt also Filmname, Episodenbezeichnung oder
Ähnliches rein. "Language" ist wieder selbsterklärend. Obwohl man sich
fragen könnte, ob diese Option für den Videostream überhaupt Sinn macht,
denken wir nicht allzu lange darüber nach und setzen dort die passende
Sprache. "Cues" lassen wir auf "default" stehen. "Make default
Track"
bevorzugt, wenn eingeschaltet, den gewählten Stream. Ist in
diesem Falle egal, da wir nur einen Videostream haben. Ich setze den
Haken trotzdem, da er nicht schadet. "Tags" und "TimeCodes" haben
wir nicht und übergehen diese Optionen. Nächstes Register ist "Format Specific Options" . Man kann nun auswählen in welchem Seitenverhältnis
ein Player das Video später wiedergeben soll. Hier erkennt mkvmerge_GUI
automatisch das durch "--sar a:b" im Videobitstream gesetze AR-Flag und
übergibt es korrekt als DAR an den Container-Header. Würde man das
AR-Setting komplett weglassen, könnte man hier im Nachhinein, das durch
manuelle Rechnung ermittelte, hoffentlich völlig identische,
Seitenverhältnis eingeben. "FourCC" ist bei uns korrekterweise
"MP4V" und "Stereo Mode" lassen wir leer. Die Registerkarte "Extra
Options"
lassen wir ebenfalls unbeachtet.

Das gleiche Spiel mit dem Audiostream. Unter "General Track Options" ->
"Track Name"
empfehle ich für AC3-Streams hier die Bitrate anzugeben
(z.B. "Bitrate: 448 kbit/s") oder für AAC-Streams den Qualitätsfaktor
(z.B. "NeroAACEnc: Q=0.35"), da diese ansonsten in manchen
Analysetools nicht angezeigt werden. "Cues" bleibt wieder auf
"default", und "Make default Track" haken wir ebenfalls wieder an.
Bei mehreren Tonspuren wird die Spur als "Default Track" gewählt, die
ein Player beim Abspielen bevorzugen soll. Leider wird dieses Flag von
fast keinem Player ausgewertet. Um dennoch auf der sicheren Seite zu
sein, ordnen wir die Audio Tracks lieber zusätzlich in der richtigen
Reihenfolge an. Im Reiter "Format Specific Options" sind nun die
Optionen "Delay", "Stretch by" und die Checkbox "AAC is
SBR/HE-AAC/AAC+"
verfügbar. Da wir AAC-Audio in einem MP4-Container
vorliegen haben, muß Letztere angehakt werden. "Stretch by" lassen wir
leer. Der Delay-Wert ist wieder wichtig, sorgt er doch schließlich am
Ende dafür, das Video und Audio am Ende synchron sind. Wenn der
Dateiname des AC3-Streams aus Schritt 2.1 <#tonspuren> nicht verändert
wurde, dann steht der Delaywert dort drin und mkvmerge_GUI erkennt das
auch selbstständig. Wurde der Dateiname zwecks AAC-Encoding umbenannt,
tragen wir hier den zuvor notierten Wert, inklusive Vorzeichen, ein. Das
Register "Extra Options" übergehen wir wiederum.

Gleiches Schema für die Untertitel. Neu hinzu kommt unter "Format
Specific Options"
die Option "Subtitle Charset". Ich bin mit der
Option "default" bisher immer gut gefahren und empfehle dies daher.
Das Register "Input" ist damit abgeschlossen.

Unter "Attachments" kann man wie bei einer E-Mail weitere Dinge
anhängen, z.B. Infos, Beschreibungen zum Film, Bilder oder was auch
immer. Lasse ich in der Regel leer. "Global": "File/Segment Title"
ermöglicht uns einen Filmtitel zu definieren, der dann in einer
Playertitelleiste angezeigt wird. "Enable Splitting" teilt die
Enddatei nach entsprechenden Vorgaben auf. Wir leben im DVD-Zeitalter
und brauchen diese Option höchstens um ein kleines sample
herauszuschneiden. "File/segment linking" wird leer gelassen. Im
Bereich "Chapters" wählen wir unser Chapterfile aus Schritt 2.2
<#kapitel> aus, passen die Sprache entsprechend an und ignorieren das
Dropdownmenü für "Charset".

Das "Settings"-Register kann man auf den Standardeinstellungen
belassen oder eigenen Bedürfnissen anpassen. Wer will kann auch auf das
Chapterfile verzichten und sich im "Chapter Editor" seine eigenen
Kapitel zusammenklicken. Ich habe da keine Lust zu und lasse dieses
Register daher unbeachtet. Man sollte zu guter Letzt nicht vergessen
unter "Output Filename" einen unterschiedlichen Dateinamen oder
anderen Ordner zu verwenden, da der von MeGUI erzeugte Videostream einen
identischen Namen hat und sonst überschrieben würde. "Start muxing"
ist schließlich der letzte Klick und nach kurzem Warten ist der neue
Film fertig. Wer das Ganze etwas automatisieren will, kann sich die
komplette Commandline auch in eine Batchdatei schreiben und diese zum
Beispiel in MeGUI unter "Tools" -> "Settings" -> "Extra Options" ->
"After encoding" ->"Run command"
angeben.


Vielen Dank an L.A.T. Augenzwinkern
Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren. großes Grinsen



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